14.12.2019 11:21 |

Sieg mit einem Stock

Eine Hundertstel! Krimi an Goggia - Schmidhofer 4.

Knapper geht’s nicht! Mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung hat die Italienerin Sofia Goggia den Super-G in St. Moritz vor ihrer Landsfrau Federica Brignone gewonnen. Auf Rang vier landete mit Nici Schmidhofer (+0,30 Sekunden) die beste Österreicherin, knapp hinter US-Superstar Mikaela Shiffrin (+0,13). Die große Überraschung war Nina Ortlieb auf Rang sechs. Überschattet wurde das Rennen vom heftigen Abflug von ÖSV-Dame Michaela Heider.

Es war ein unglaublich packendes Finish: Goggia legte wie immer eine spektakuläre Fahrt hin. Die Italienerin verlor sogar einen Stock, raste aber mit genau einer Hundertstel Vorsprung zur schnellsten Zeit. „Ein Sprung ging ziemlich weit, ich bin hart gelandet und hab irgendwo den Skistock verloren“, strahlte die Siegerin im Ziel.

Ein Wechselbad der Gefühle gab es bei Schmidhofer im Ziel. „Es waren einige Kurven dabei, die ich nicht ganz auf Zug gefahren bin, das kann ich besser. Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll oder angefressen sein soll“, so die stärkste ÖSV-Dame. Am Ende gab es Rang vier. 

Freude bei Ortlieb
Die Vorarlbergerin Nina Ortlieb zeigte als Sechste erneut auf. Sie freute sich nach ihren Ausfall zuletzt in Lake Louise über einen Schub für das Selbstvertrauen. Der vierte Platz, den sie in der ersten Lake-Louise-Abfahrt herausgefahren hatte, sei dadurch bestätigt. „Ich habe die letzten Jahre einige schwere Verletzungen gehabt. Jetzt bin ich körperlich wieder so weit, dass ich dem Druck standhalte auf dem Schnee“, erklärte die 23-Jährige den Anstieg der Leistungskurve.

Veiths Speed-Rückkehr
Trotz intensiver Vorbereitung in den USA hatte Veith auf einen Super-G-Auftritt in Lake Louise verzichtet, diesen holte die Salzburgerin nun in St. Moritz nach. Bei ihrem ersten Speed-Rennen nach ihrem Kreuzbandriss hatte die ehemalige Top-Läuferin über zwei Sekunden Rückstand. „Ich muss noch viel lernen im Moment“, so ihre Analyse nach ihrem 26. Platz. Tamara Tippler kam auf Platz elf, Stephanie Venier landete auf Rang 14. Ricarda Haaser musste sich mit dem 22. Platz zufriedengeben, Mirjam Puchner war 25. Ramona Siebenhofer, Elisabeth Reisinger und Michaela Heider schieden aus. 

Hier das Ergebnis:

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