Polizisten als Retter

Steyrer kollabierte: „Er hätte es nicht geschafft“

Gemeinsam mit einem Feuerwehrmann wurden zwei Polizisten im oberösterreichischen Steyr zu Lebensrettern, sie zogen - wie berichtet - einen 62-Jährigen, der beim Feuer in seiner zum Haus umgebauten Gartenhütte kollabiert war, aus dem Qualm. Einer der Helden, Polizist Harald Derfler (39), erzählt vom Einsatz und freut sich, dass er mit seinem Kollegen den Geretteten schon im Spital besuchen durfte.

„Krone“: Wie lief der Einsatz für Sie und Ihren Kollegen ab?
Harald Derfler: Wir waren gerade auf Streifendienst, als wir einen Funkspruch mithörten, dass es ein Feuer in unserem Zuständigkeitsbereich gibt. Wir haben uns sofort gemeldet, waren knapp drei Kilometer entfernt, und sind sofort hingefahren.

Vor Ort waren Sie nicht die einzigen Helfer.
Ein Feuerwehrmann, der in der Nähe im Krankenhaus Steyr arbeitet, war schon da. Mein Kollege sprang aus dem Auto, ich parkte es so, dass wir die Feuerwehr nicht behindern, und fragte einen Nachbarn, ob noch wer im Inneren des Hauses ist.

Angeblich war der Betroffene sogar am Notruf mit der Feuerwehr in Kontakt.
Das erfuhren wir dann auch. Aber er schaffte es nicht mehr, bis zum Ausgang zu gelangen, brach kurz vor der Türe zusammen. Als wir ihn fanden, war er schon bewusstlos.

Wie riskant war es für Sie, ins Haus vorzudringen?
Der Betroffene lag zum Glück nicht direkt in dem Raum, in dem es brannte, sondern in einem Anbau. Aber auch hier war der Rauch schon dick und wir gingen geduckt hinein, um ihn herausziehen zu können. Wie wir später erfuhren, war er durch Fieber geschwächt, hat es vielleicht auch deshalb nicht mehr bis nach draußen geschafft.

Hatten Sie schon Kontakt zum Geretteten?
Wir haben ihn im Spital besucht, um die Brandursache zu erheben. Der Durchlauferhitzer war es nämlich doch nicht, eher Aschereste. Der Gerettete hat sich auch bei uns bedankt.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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