Grün-weißes Duell

Rapid-Kandidat Bruckner: „Verkaufen uns NICHT!“

Martin Bruckner gehört als Finanzreferent bereits zum Rapid-Präsidium, am 25. November will er der Boss in Hütteldorf werden. Er setzt dabei auf Kontinuität, Gerald Willfurths Fußball-Kompetenz, vertraut Zoran Barisic und streitet gerne mit den Fans - wie er im „Krone“-Interview verrät!

„Krone“: Großer Wirbel in Hütteldorf noch bevor der Wahlkampf so richtig begonnen hat - warum wollen Sie sich den Präsidenten-Job antun?
Martin Bruckner:
Sicher nicht, um Macht auszuüben. Rapid ist mein Herzensverein. Ich bin überzeugt davon, dass es besser wäre, die Reise mit dem Verein fortzuführen. Aber es geht bitte immer noch nur um die wichtigste Nebensache der Welt.

„Krone“: Aber als Rapid-Präsident würde viel auf Sie einprasseln - sind Sie darauf vorbereitet?
Bruckner: Ja. In meinem Brotberuf bin ich schon viel mit Medienarbeit konfrontiert. Bei Rapid ist natürlich alles viel emotionaler. Aber ich habe ein Team mit vielen starken Persönlichkeiten. Die Arbeit ist verteilt. Mir ist schon klar, dass man als Rapid-Präsident im Rampenlicht steht, dennoch muss ich nicht zu jedem Thema eine Wortspende abgeben. Ich werde nur dann reden, wenn ich es für wichtig halte.

„Krone“: Beide Listen wollen das Beste für Rapid - was unterscheidet die Programme?
Bruckner: Es ist eine Richtungsentscheidung, ich finde es gut, dass die Mitglieder diese Wahl treffen können. Wir stehen für Tradition, einen Mitgliederverein, der kontinuierlich wächst. Ohne parteipolitische Einflussnahme, ohne Geldgeber von außen. Wir sind zu 100 Prozent Rapid, wir bleiben völlig unabhängig. Vor sechs Jahren galt der Bau eines Stadions als Vision. Jetzt jammern dieselben Leute, dass wir beim Trainingszentrum so lange brauchen. Das sollte man bedenken. Jedes Wachstum braucht Struktur, man muss in den größeren Anzug erst reinwachsen.

„Krone“: Laut Ihrem Konzept wollen Sie eine Satzungsänderung beantragen - warum?
Bruckner: Das ist essentiell. Im dritten Jahrtausend muss man sich an neue Gegebenheiten anpassen, um sicherzustellen, dass man als Verein handlungsfähig ist. Man braucht nicht 100 Gremien, die man vor einer Entscheidung befragen muss ...

„Krone“: Sie plädieren auch für Kontinuität, allerdings bleibt seit Jahren der sportliche Erfolg aus.
Bruckner: Das stimmt zum Teil leider. Aber mit Zoki Barisic sind wir auf dem richtigen Weg, er garantiert für Kontinuität. Auch wenn es natürlich Rückschläge, wie zuletzt gegen St. Pölten, gibt. Aber Herz und Leidenschaft sind zu erkennen. In der Vergangenheit ist zu viel auf Diskontinuität gesetzt worden. Ich erinnere nur an die vielen Trainerwechsel. Ich kenne unsere Fehler, war ja bei der Entscheidungsfindung mitendrin. Wir haben unsere Lehren gezogen.

„Krone“: Was lässt Sie hoffen, dass es zukünftig anders wird?
Bruckner: Wir haben mit Gerald Willfurth erstmals einen Experten im Präsidium. Der Fußball ist sein Biotop, er hat dieses Wissen - er kann Barisic fordern. Mit Dorfmeister und Kaltenborn bekommen wir die Sichtweisen aus anderen Sportarten. Damit verlassen wir ausgetretene Pfade. Es reicht, wenn sie die Warum-Frage stellen. Singen können wir gemeinsam, aber es spricht in sportlichen Belangen nur einer - das ist Zoki Barisic, er ist der Chef.

„Krone“: Wäre es nicht sinnvoll, wie von der Liste Schmid angedacht, Barisic noch mehr Unterstützung zur Seite zu stellen?
Bruckner: Wir sind im Sport breit aufgestellt, haben viele Pro-Lizenz-Trainer, einen Akademieleiter, einen Talente-Manager und vieles mehr. Da ist eine klare Struktur vorhanden, alles ist vernetzt. Zoki ist der Chef, er sagt, was er haben will, das wird dann für ihn aufbereitet. Aber der ganze Stab muss das Konzept tragen, Zoki ist der Repräsentant. Er entscheidet auch über Transfers. Und es wird auch zukünftig Transfers geben. Aber nur auf Positionen, auf denen wir im eigenen Nachwuchs keine Alternativen haben. Unser Ziel ist es, pro Jahr ein bis drei Nachwuchsspieler nach oben zu bekommen. Sie sollten zumindest die Möglichkeit haben. Ob sich dann wer durchsetzt, wird man sehen, aber die Möglichkeiten muss man dazu haben.

„Krone“: Dazu gehört auch ein modernes, zeitgemäßes Trainingszentrum. Die Liste Schmid lockt mit einer Zusage von Sponsor Michael Tojner über bis zu acht Millionen Euro - was halten Sie dagegen?
Bruckner: Ich kenne diese Zusage nicht, weiß nicht, was daran gebunden ist. Wir wollen auch die große Variante. Ich weiß, dass der Umbau in Etappen gut ist. Ohne sich zu überheben, sich in eine Abhängigkeit zu begeben. Wir verkaufen uns nicht, bleiben der Herr im Haus.

„Krone“: Gilt Monisha Kaltenborn nicht auch als Ihre Kandidatin, die über ihre Kontakte Geldquellen im Ausland anzapfen kann?
Bruckner: Uns war und ist ihr Blick von außen wichtig. Aber wir haben niemanden geholt, weil er Geld bringt oder weil er ein Parteibuch hat. Wenn sie uns Türen öffnen kann, werden wir uns aber auch nicht dagegen wehren.

„Krone“: Wie ist ihr Zugang zur aktiven Fanszene in Hütteldorf?
Bruckner: Wir wissen, was wir an der Kurve haben. Es wird immer wieder Konflikte geben. Aber mir ist es lieber, zu diskutieren und zu streiten, als nicht miteinander zu reden. Am Dialog führt kein Weg vorbei.

„Krone“: Glauben Sie, dass Sie sich als Rapid-Präsident verändern würden?
Bruckner: Nein, dafür sorgt schon meine Frau. Und meinem Hund ist es auch egal, ob er dann zu einem „Präse“ aufblickt oder nicht. Er wird gleich an der Leine ziehen. Und auch die Spiele werde ich weiter im Stehen verfolgen. Das mache ich, seit ich 15 bin. Im Sitzen geht sich das mit meinen Emotionen nicht aus …

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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