25.10.2019 20:06 |

Tragödie in England

39 Leichen in Lkw: Vierter Verdächtiger verhaftet

Nach dem Fund von 39 Leichen in einem Lastwagen in Großbritannien ist am Freitag ein vierter Verdächtiger festgenommen worden. Der 48 Jahre alte Mann komme wie die drei weiteren Verdächtigen ebenfalls aus Nordirland. Auch ihm wird vorgeworfen, an Menschenhandel und Totschlag beteiligt gewesen zu sein, teilte die Polizei mit.

Zuvor waren bereits ein 38 Jahre alter Mann und eine gleichaltrige Frau festgenommen worden. Der 25 Jahre alte Fahrer des Lastwagens sitzt ebenfalls hinter Gittern.

Die Leichen waren in der Nacht auf Mittwoch im Laderaum des Sattelzugs im Ort Grays östlich von London entdeckt worden. Die Umstände deuten stark darauf hin, dass es sich bei den Opfern um ins Land geschleppte Migranten - laut Polizei um Chinesen - handelt.

Opfer bei minus 25 Grad langsam erfroren?
Wie lange sich die 39 Menschen in dem Laderaum befunden haben und wann sie gestorben sind, ist noch nicht klar. Es dürften aber mindestens 15 Stunden gewesen sein. Laut Experten dürfte es in dem Thermo-Sattelaufleger, der normalerweise Kekse geladen haben soll, minus 25 Grad gehabt haben, die Geschleusten dürften langsam erfroren sein. Offiziell bestätigt ist die Todesursache allerdings noch nicht.

Immer wieder tote Migranten in Lkw
Nach britischen Behördenangaben ist die Zahl der Migranten, die illegal in Frachtcontainern und Lkw nach Großbritannien geschmuggelt werden, im vergangenen Jahr gestiegen. Die Tragödie weckte auch Erinnerungen an ähnliche Fälle. Im Jahr 2000 waren im südenglischen Hafen von Dover in einem Lastwagen die Leichen von 58 chinesischen Migranten gefunden worden. In Österreich wurden an der A4 bei Parndorf im Jahr 2015 71 tote Flüchtlinge in einem Lkw gefunden.

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