„Nicht teilnehmen!“

Wullowitz: Nein zu Mahnwache der Identitären

Ein klares Nein gibt es zum Vorhaben der Identitären, nach den Messerattacken im oberösterreichischen Wullowitz am Donnerstagabend eine Mahnwache abzuhalten. So rief Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) dazu auf, an dieser Versammlung nicht teilzunehmen. Auch Hubert Koller, ÖVP-Bürgermeister von Leopoldschlag, zu dem der Ortsteil Wullowitz gehört, wünscht keine derartige Kundgebung - ebenso wenig die Familie des bei den Attacken getöteten Landwirts.

Auch appellierten sie an alle, die geplante Veranstaltung nicht zu besuchen. Darüber hinaus sprach der Landeshauptmann die Warnung aus, derart tragische Geschehnisse zu „missbrauchen“. Die geplante Mahnwache kann zwar rechtlich nicht untersagt werden, allerdings werde diese unter besonderer Beobachtung stehen, hieß es vonseiten der Polizei.

30 bis 60 Personen
Für 20 Uhr war die Kundgebung, an der zwischen 30 und 60 Personen teilnehmen sollen, bei der Bezirkshauptmannschaft angekündigt worden. Stattfinden soll sie auf dem Marktplatz in Leopoldschlag. Da es sich bei dem Mann, der die Mahnwache angemeldet hatte, um eine Person handle, die „dem Kreis der rechtsextremen Identitären zuzuordnen“ sei, wurde auch das Landesamt für Verfassungsschutz eingeschaltet.

Zwei Messerattacken innerhalb kürzester Zeit
Wie berichtet, war der dringend tatverdächtige Afghane Jamal A. am Montagnachmittag zunächst ins Asylwerberheim in Wullowitz gekommen. Dort sollte es eigentlich zu einem Gespräch mit seinem 32 Jahre alten Betreuer kommen. Offenbar hatte der 33-jährige Asylwerber Sonderwünsche bezüglich seiner Arbeit.

Als ihm David H. jedoch klarmachte, dass er mit der Erfüllung dieser nicht rechnen könne, sah der Verdächtige rot, zog sein mitgebrachtes Messer hervor und stach zu. Der Rotkreuz-Mitarbeiter wurde bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt.

Landwirt in Garage erstochen
Danach flüchtete der Verdächtige, suchte nach einem Fluchtauto und stach nur rund 300 Meter vom ersten Tatort entfernt in einer Garage auf den Landwirt ein, weil dieser ihm die Schlüssel für sein Auto nicht überlassen wollte und überdies lautstark um Hilfe schrie.

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