29.09.2019 17:56 |

Jubel bei der ÖVP

Nehammer: „Historisch der größte Vorsprung“

Sebastian Kurz hat es auch beim zweiten Mal nicht geschadet, eine Koalition vorzeitig beendet zu haben. Seine Volkspartei feierte bei der vorgezogenen Nationalratswahl am Sonntag einen triumphalen Erfolg. Die zweitplatzierte SPÖ liegt rund 15 Prozentpunkte zurück. Während die Grünen einen triumphalen Wiedereinzug feiern und die NEOS stark abschnitten, setzte es für die Ibiza-gebeutelte FPÖ eine Niederlage. Für ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer ist der Erfolg nicht nur ein historischer Tag für die ÖVP, sondern „historisch der größte Vorsprung, den je eine Partei in der Geschichte von Wahlen in Österreich erreichte“.

Frenetischen Applaus und „Kanzler Kurz“-Sprechchöre erschallten am Sonntag in der ÖVP-Wahlzentrale im Kursalon Hübner, als auf der Videowall die erste Hochrechnung gezeigt wurde. Die anwesenden ÖVP-Granden, Kandidaten und ehemaligen Minister fielen einander vor lauter Freude um den Hals und in die Arme. Darunter waren etwa Hartwig Löger, Elisabeth Köstinger, Margarethe Schramböck und WK-Präsident Harald Mahrer. Sie bejubelten den Erfolg gemeinsam mit Bundesgeschäftsführer Axel Melchior. Auch EU-Kommissar Johannes Hahn und EU-Delegation-Leiterin Karoline Edtstadler waren unter den Feiernden.

„Unendlich viel passiert“ im Wahlkampf
Der Saal im Kursalon war gesteckt voll. Vor der Hochrechnung hatte ÖVP-Generalsekretär Nehammer den zahlreichen Wahlhelfern und ihren Familien gedankt. Zudem erinnerte er an den Wahlkampf mit „Dirty Campaigning“. Es sei „unendlich viel“ passiert. Kurz habe „Häme und Spott“ erleiden müssen und sei von einer Allianz aus SPÖ und FPÖ niedergestimmt worden, erinnerte Nehammer an Kurz‘ Abwahl.

„Heute ist einmal der Tag von Sebastian Kurz“
Auf Koalitionsvarianten wollte sich Nehammer nicht festlegen. Er strich insbesondere den historischen Vorsprung auf die zweitplatzierte SPÖ heraus. „Heute ist einmal der Tag von Sebastian Kurz und der Volkspartei, dann ist der Bundespräsident am Zug und dann werden Gespräche stattfinden. Dann werden wir sehen, mit wem man am besten eine Regierung bilden kann“, sagte Nehammer von lauten „Kanzler Kurz!“-Sprechchören übertönt.

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