13.08.2019 05:51 |

Transporter-Überfall:

Tschetschene vergrub sich in Maisfeld

Das war kein Bett im Kornfeld, sondern ein Versteck im Maisfeld: Auf der Flucht vor der Polizei nach einem missglückten Überfall auf einen Geldtransporter in Wels vergrub sich ein Tschetschene in Neukirchen bei Lambach im Erdreich. Es half ihm nichts, er wurde ebenso wie sein Komplize gefasst. Ein Täter fehlt noch.

Die drei Tschetschenen überfielen den gelben Geldtransporter der Post um 7.30 Uhr früh am Interspar--Parkplatz in der Welser Oberfeldstraße. Dort befindet sich auch eine Oberbank-Filiale, die beliefert werden sollte. Das Trio bedrohte die beiden Postler – ein Mann und eine Kollegin – mit Schusswaffen, versetzte der Mitarbeiterin einen Faustschlag am Kopf.

Zu starke Verriegelung
Die Tschetschenen versuchten, die Ladefläche zu öffnen, scheiterten aber an der Verriegelung am Heck.

Gauner gaben Fersengeld
Entnervt gaben die Gangster Fersengeld, flüchteten zunächst mit einem roten Ford Galaxy, den sie in der Nähe an einer Betriebsauffahrt zur A25 abstellten und anzündeten. Zwei Gauner rasten dann mit einem schwarzen BMW auf der B1 Richtung Schwanenstadt. in Neukirchen bei Lambach bauten sie einen Unfall, der BMW landete im Straßengraben. Einen 28-jährigen konnte die Polizei noch an der Unfallstelle erwischen, sein 31-jähriger Komplize flüchtete in ein Maisfeld, das daraufhin umstellt wurde.

„Schmutziger“ Trick brachte Gauner nichts
Die Suche im Maisfeld mit Diensthunden, drohen einem Hubschrauber und der Sondereinsatzgruppe Cobra war gegen 11.45 Uhr erfolgreich. Der Tschetschene hatte sich auf der Flucht in die Erde gewühlt, doch dieser buchstäblich schmutzige Trick hatte ihm letztlich nichts gebracht.

Dritte Täter ist flüchtig
Der dritte Komplize bei dem Welser Raubüberfall ist vorerst noch flüchtig.

Erfolgreiche Coup ungeklärt
Nicht in Frage kommen die Tschetschenen anscheinend für den erfolgreichen Überfall auf einen Geldtransporter Mitte Februar in der Landeshauptstadt.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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