01.08.2019 11:07 |

Er kann‘s nicht lassen

Peilt Strache mit Haider-Slogan Polit-Comeback an?

Heinz-Christian Strache lässt nicht locker. Der ehemalige FPÖ-Chef und Vizekanzler ist nach seinem Rücktritt auf Facebook nach wie vor sehr aktiv und lässt keine Gelegenheit aus, sich zu politischen Vorgängen zu Wort zu melden. Jetzt hat sich der 50-Jährige auch noch einen Slogan seines ehemaligen Parteikollegen und späteren Konkurrenten Jörg Haider „ausgeborgt“.

„Heute mehr denn je“, benutzt Strache auch einen Spruch aus Alexander Van der Bellens Präsidentschaftswahlkampf als Einleitung für Haiders mittlerweile legendären Slogan: „Sie sind gegen ihn, weil er für euch ist!“

„Die FPÖ-Wähler sind loyal“
Im Text, den er für den Facebook-Beitrag verfasste, geht es einmal mehr um das „inszenierte, illegale und heimlich produzierte Video“ aus Ibiza, das seiner bisherigen Polit-Karriere ein jähes Ende bereitete. Der ehemalige Bundesparteichef der Freiheitlichen ist sich sicher, dass die FPÖ-Wähler loyal sind und immer mehr Bürger „solche niederträchtigen Dirty-Campaigning-Methoden ablehnen“.

Wer sich ein paar Beiträge auf Straches Facebook-Seite ansieht, kann relativ schnell den Eindruck gewinnen, dass der 50-Jährige mit seiner Polit-Karriere noch nicht abgeschlossen hat. Erst am Dienstag postete er ein Bild von Norbert Hofer und Herbert Kickl und schrieb: „Wir alle zusammen sind das große und starke Team für Österreich!“

Will Strache Regierungsverhandlungen führen?
Nur einen Tag davor schrieb er im Zusammenhang mit direkter Demokratie von möglichen Regierungsverhandlungen. „Wenn wir Regierungsverhandlungen führen, dann wird die Frage der direkten Demokratie eine sein, die nicht am Ende der nächsten Legislaturperiode umgesetzt werden soll, sondern früher“, so Strache.

Geht der ehemalige Vizekanzler also davon aus, in mögliche Koalitionsverhandlungen nach der Nationalratswahl eingebunden zu werden? Bisher wurde lediglich darüber spekuliert - und von FPÖ-Funktionären auf Nachfrage nicht gänzlich ausgeschlossen - dass Strache bei der Wien-Wahl auf das politische Parkett zurückkehren könnte.

Slogan nicht zum ersten Mal ausgegraben
Strache verwendet den Slogan aus Haiders Zeiten nicht zum ersten Mal. Schon im Wien-Wahlkampf 2008 griff er auf den Wahlspruch zurück. Kreiert dürfte das Sujet damals Herbert Kickl haben, aus dessen Feder auch Slogans wie „Daham statt Islam“ stammen.

Kickl - mittlerweile selbst in die erste Reihe gerückt - verwendet den Spruch in abgewandelter Version auch selbst. „Sie sind gegen ihn, weil er Österreich schützen will“, heißt es auf einem Sujet mit dem ehemaligen Innenminister.

Thomas Zeitelberger
Thomas Zeitelberger

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