183 Millionen Pfund

Daten-Hack: British Airways fasst Rekordstrafe aus

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08.07.2019 09:53

Der Hackerangriff im Vorjahr auf British Airways kommt die britische Fluglinie doppelt teuer zu stehen: Nach dem Verlust Hunderttausender Kundendaten wurde das Unternehmen von der britischen Datenschutzbehörde jetzt auch noch zur Rekordstrafe von rund 183,4 Millionen Pfund - umgerechnet knapp 205 Millionen Euro - verdonnert. Die Airline kündigte Berufung an.

British Airways hatte den Datendiebstahl im September 2018 öffentlich gemacht. Hacker erbeuteten damals Daten von rund 500.000 Kunden, indem sie Anfragen an die Webseite der Fluglinie auf eine gefälschte Internetseite weiterleiteten. Dadurch fielen ihnen Adressen, Reisedaten und Kreditkartennummern in die Hände.

Rekordstrafe
Nach der seit vergangenem Mai geltenden Datenschutzgrundverordnung, die Unternehmen in der EU u.a. zu mehr Sorgfalt im Umgang mit den Daten ihrer Kunden verpflichtet, setzte es nun wegen „schwacher Sicherheitsvorkehrungen“ für die Airline die Rekordstrafe von 183 Millionen Pfund - das entspricht 1,5 Prozent des weltweiten Umsatzes, den British Airways 2017 erzielte, wie die BBC unter Berufung auf das Information Commissioner’s Office (ICO) berichtete.

Das Urteil der britischen Datenschutzbehörde fiel damit vergleichsweise milde aus: Der mögliche Höchstsatz liegt bei vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

(Bild: stock.adobe.com)

Daten nicht vor Verlust, Beschädigung oder Diebstahl geschützt
„Wenn eine Organisation es versäumt, sich vor Verlust, Beschädigung oder Diebstahl zu schützen, ist dies mehr als eine Unannehmlichkeit“, erläuterte ICO-Kommissarin Elizabeth Denham. „Deshalb ist das Gesetz klar - wenn Sie mit personenbezogenen Daten betraut sind, müssen Sie sich darum kümmern.“ 

Die bis dato höchste Strafe wegen Datenschutzvergehen hatte Facebook ausgefasst: Das soziale Netzwerk war im Zuge des Datenskandals rund um Cambridge Analytica vom Information Commissioner’s Office zur Zahlung von 500.000 Pfund verdonnert worden - die damalige Höchststrafe vor Inkrafttreten der neuen EU-weiten Datenschutzregeln. 

(Bild: APA/AFP/PASCAL PAVANI)

Airline „überrascht und enttäuscht“
British Airways zeigte sich vom Urteil „überrascht und entäuscht“ und kündigte an, in Berufung zu gehen. „Wir beabsichtigen, alle geeigneten Schritte zu unternehmen, um die Position der Fluggesellschaft energisch zu verteidigen, einschließlich aller notwendigen Einsprüche“, hieß es seitens der Airline.

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