Di, 16. Juli 2019
02.07.2019 16:41

Rekordnässe, Gluthitze

Juli startete mit meisten Blitzen im heurigen Jahr

Mit gewaltigem Donnergetöse, Hagelkörnern, die teils die Größe von Golfbällen erreichten, und heftigen Gewitterschauern hat sich die Gluthitze aus Österreich mit einem großen, nassen Finale nun endlich verabschiedet - und überlässt einem weit wohltemperierteren Sommer das Feld. Doch offenbar geht es derzeit bezüglich Wetter schlicht und ergreifend nicht ohne Extreme: Am Montag erlebten wir den blitzintensivsten Tag des heurigen Jahres.

Was waren das nur für Monate. Erst ein völlig ins Wasser gefallener „Wonne“-Monat Mai, mit rekordartigen Regenmengen und Temperaturen, die vielmehr an den nahenden Winter als an den Sommer erinnern, abgelöst von einem Juni, der als trockenster, heißester und sonnigster in die Wettergeschichte eingeht und sogar neue Allzeit-Hitzerekorde aufstellte.

86.211 Blitzentladung
Und nun wartete auch der erste Tag des Julis mit einer neuen Jahres-Rekordzahl auf, wie die Experten der Ubimet berichten. Mit in der Summe genau 86.211 Blitzentladung wurde der Himmel über Österreich so oft erhellt wie noch nie im heurigen Jahr. In jedem einzelnen der neun Bundesländer wurden am Montag Blitze registriert.

Absoluter Spitzenreiter beim Blitze-Stakkato war übrigens Oberösterreich: 30.861 Blitze wurden dort gezählt, Platz zwei erreichte Niederösterreich mit 22.795 Entladungen. Den dritten Platz am Blitze-Stockerl kann die Steiermark für sich verbuchen, mit 15.988 Entladungen. Den stärksten Blitz allerdings gab es in einem anderen Bundesland, und zwar in Salzburg in der Gemeinde Muhr. Dieser erreichte eine Stromstärke von etwa 210.000 Ampere, berichten die Experten.

Hagel, Muren, Fluten
Bereits am Montagnachmittag hatten sich die Schleusen über Österreich geöffnet, die ersten Gewitter gab es im Westen des Landes, ehe die Front weiter nach Osten zog und schließlich auch den Raum Wien erreichte. „In Uttendorf im Salzburger Pinzgau löste ein Gewitter eine Schlammlawine sowie Überschwemmungen aus“, analysiert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. Neben „golfballgroßen Hagelkörner in Oberösterreich“ habe es auch heftige Sturmböen im Wald- und Mühlviertel gegeben, die eine Geschwindigkeit von etwa 100 km/h erreichten.

Hagel und Gewitterschauer sind auch am Dienstag immer wieder möglich, vor allem von Osttirol bis ins Südburgenland. Da der ausgetrocknete Boden nach wie vor schwer derart große Regenmengen aufnehmen kann, sind auch weiterhin lokal Erdrutsche und Überschwemmungen zu befürchten. So mancher Blitz und Donner wird wohl auch noch am Mittwoch in Österreich zu sehen und zu hören sein, allerdings vorwiegend im Bergland.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Neuer Sturmstar
Griezmann gut gelaunt beim ersten Barca-Training
Fußball International
Wilde Spekulationen
Speicherkarte mit Neymar-Interview gestohlen
Fußball International
134 Fälle registriert
Quote zu niedrig: Masern-Impfpflicht gefordert
Österreich
Spaß im Flieger
Hier macht sich David Alaba über Gnabry lustig
Fußball International

Newsletter