01.07.2019 22:01 |

Hagel, Muren, Fluten

Heftige Unwetter wüteten im Herzen unseres Landes

Nachdem uns die Sommerhitze am Montag noch einmal ins Schwitzen gebracht hatte, schlugen am Montagabend heftige Unwetter gnadenlos zu. Besonders Salzburg und Oberösterreich wurden schlimm getroffen, aber auch im Großraum Wien gingen starke Gewitter nieder. Die Feuerwehren mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, besonders schwer traf es die Gemeinde Uttendort in Salzburg. Dort verwüstete eine Mure die Ortschaft (siehe Video oben).

Nach dem Starkregen der vergangenen Stunden war es in Uttendorf zu heftigen Überschwemmungen gekommen, der Manlitzbach trat über die Ufer und vermurte den Teil zwischen dem Ortszentrum und Litzldorf. Die Feuerwehren standen im Dauereinsatz, das österreichische Bundesheer rückte noch in den Abendstunden zum Assistenzeinsatz an. Vermisst wurde niemand, zahlreiche Straßen blieben jedoch gesperrt, der Sachschaden an den Gebäuden ist enorm.

Nach einer Begutachtung des Oberlaufes des Baches aus der Luft und einer Sitzung des Einsatzstabes gab der Pinzgauer Bezirkshauptmann Bernhard Gratz am Montagabend leichte Entwarnung. Nachdem schwere Baumaschinen die bis zum Rand gefüllten Sperren ausgebaggert haben, fließe das Wasser wieder im Bachbett. „Wir tun alles, damit nicht bei weiterem Regen noch mehr passiert“, versicherte Gratz. Laut Auskunft von Meteorologen sei allerdings nur mit wenigen Niederschlägen zu rechnen.

Überflutung bedroht Haus, Turnhalle beschädigt
In Leonstein (OÖ) musste die Freiwillige Feuerwehr wegen einer Überflutung ausrücken, die ein Haus bedrohte. In Eberstallzell beschädigte der Hagel das Dach einer Turnhalle so schwer, dass die Neue Mittelschule, zu der die Halle gehört, aufgrund des Wassereintritts vorrübergehend geschlossen wurde. Teilweise gingen Hagelkörner in der Größe von Tischtennisbällen nieder.

„Gewitterjäger“ filmen Unwetter rund um Wien
Auch in Niederösterreich und Wien gingen heftige Gewitter nieder. Die „Gewitterjäger“ der Gruppe „Skywarn Austria“ dokumentierten diese in einem Video auf Facebook.

In Wien stand in einigen Unterführungen Wasser, gröbere Schäden wurden allerdings nicht gemeldet. Die Feuerwehr rückte aus, einige Straßen mussten kurzzeitig gesperrt werden.

Blitzschlag setzte Bauernhaus in Brand
Am Salzburger Gaisberg setzte am Nachmittag ein Blitzschlag ein Bauernhaus in Brand. Die Flammen breiteten sich rasch aus, dennoch konnten die Tiere aus dem Stall im Erdgeschoß rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Der Heustock des Gebäudes und das Dach wurden durch das Feuer allerdings fast völlig zerstört und sind einsturzgefährdet. Ein Löschangriff war darum auch nur von außen möglich. Insgesamt standen rund 120 Mann der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Am frühen Abend wurde damit begonnen, mit schwerem Gerät den Dachstuhl abzutragen und Glutnester zu beseitigen. Bewohner und Anrainer wurden bei dem Brand nicht verletzt, allerdings musste ein Feuerwehrmann mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht werden. Der unmittelbar an das Wirtschaftsgebäude angrenzende Wohntrakt dürfte nicht mehr benutzbar sein. Die betroffene Familie kommt laut Feuerwehr provisorisch in einem Nebengebäude unter. Die geretteten Tiere aus dem Stall werden bei Bauern in der Nachbarschaft eingestellt.

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