27.06.2019 11:03

Marathon-Sensation

Weltrekordler Kipchoge jagt im Prater Traumgrenze!

Das ist der absolute Überhammer! Wunderläufer Eliud Kipchoge, Olympiasieger und Weltrekordler im Marathonlauf, jagt in Wien die Traumgrenze über die klassische Distanz von 42,195 km. Im Oktober dieses Jahres tritt der größte Marathonläufer aller Zeiten zu seinem zweiten Versuch an, die Barriere von 2:00 Stunden zu durchbrechen. Kipchoge ist zuversichtlich, bei der sogenannten INEOS 1:59 Challenge Sportgeschichte zu schreiben. Und das bei uns in Wien!

Sein erster Versuch, diese historische Marke zu brechen, war vor zwei Jahren in Monza nur knapp gescheitert. Da war der Kenianer in 2:00:25 Stunden nur hauchdünn an der Traumbarriere vorbeigeschrammt. Das war natürlich die schnellste Zeit, die bisher ein Läufer über die Marathondistanz erreicht hat. Diese wurde freilich nicht als Weltrekord anerkannt, da sie nicht konform mit den Regeln des Leichtathletik-Verbandes war. Dasselbe gilt für Wien, denn auch hier wird das Rennen auf einem (flachen) Rundkurs und mit Hilfe von zahlreichen Tempomachern gestaltet. Aber vollkommen egal! Es wäre ein Traum, wenn Kipchoge als erster Läufer unter 2:00 Stunden bliebe. Es ist neben der Grenze im Weitsprung (9,00 m) die letzte große Barriere in der Leichtathletik.

Vienna City Marathon als Ausrichter
Kipchoges Rennen, das diesen Oktober nach der Leichtathletik-WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) stattfindet, wurde im Stadtsensatssitzungssaal des Wiener Rathauses in einer Pressekonferenz von Sponsor INEOS, internationalen Partnern, Bürgermeister Michael Ludwig und der Spitze des Vienna City Marathons, Wolfgang Konrad (Renndirektor) und Gerhard Wehr (Geschäftsführer), angekündigt. Wien im Mittelpunkt der Sportwelt!

Und es ist wahrhaft eine große Ehre für den Vienna City Marathon, dass dieser den erneuten historischen Versuch, die Zwei-Stunden-Barriere zu brechen, als Veranstalter organisieren darf. Ausgetragen wird das Rennen auf der allen heimischen Läufern bekannt schnellen Strecke auf der Hauptallee im Prater. Diese ist flach, gerade und sehr gut windgeschützt.

Hauptallee eingescannt - Wetterstation im Prater
Das genaue Datum des Rennens wird im Laufe der Zeit bekannt gegeben, der Termin ist auch abhängig von wissenschaftlichen Untersuchungen, die bereits begonnen haben. Die ganze Hauptallee wurde bereits Zentimeter für Zentimeter eingescannt. Und die Auswertung der Ergebnisse einer Wetterstation im Prater soll zudem die Startzeit im Oktober mitbestimmen.

Kipchoge: „Eine goldene Chance!“
Nachdem Eliud Kipchoge im vergangenen September in Berlin den offiziellen Weltrekord im Marathonlauf auf sensationelle 2:01:38 gedrückt hatte (78 Sekunden schneller als der vorherige Rekord), ist er mehr denn je überzeugt, die 2-Stunden-Barriere brechen zu können: „Das ist eine goldene Chance, Geschichte zu schreiben und der Welt zu zeigen, dass kein Mensch in seinen Grenzen limitiert ist.“ Kipchoge, der elf seiner zwölf Marathon-Rennen gewonnen hat, weiter: „Diese Barriere zu brechen, das ist mein Traum. Das Letzte, was mir noch fehlt. Aus Monza habe ich viel gelernt, wie man unter zwei Stunden laufen kann. Ich bin sicher, dass ich es jetzt schaffe. Mein Weltrekord von Berlin gibt mir noch mehr Selbstvertrauen. Ich glaube an mich und mein ganzes Umfeld!“

Wien statt London oder Berlin
Nach seinem vierten Sieg heuer in London hatte Eliud Kipchoge mit Sponsor INEOS den neuen Versuch, unter 2:00 Stunden zu laufen, in Oxford angekündigt - an der berühmten Iffley Road, wo Roger Bannister als erster Läufer die Vier-Minuten-Grenze über die Meile gebrochen hatte (3:59,4 am 6. Mai 1954). Zunächst hieß es, dass Kipchoges Rennen in London stattfinden werde. Aber im Oktober ist das Wetter auf der britischen Insel wegen des atlantischen Klimas eher schlecht für einen solchen Rekordversuch. Dann brachte sich Berlin ins Gespräch, was aber auch scheiterte. Daher empfahl Mark Milde (Berlin), auch Rennleiter beim VCM, Wien. Er wolle das Beste für Kipchoge, heißt es. So sprach plötzlich alles für Wien! Sensationell!

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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