11.06.2019 09:46 |

Blutige Bilanz

Sechs Biker zu Pfingsten bei Unfällen gestorben

Blutige Bilanz nach dem langen Pfingstwochenende in Österreich: Das Prachtwetter mit sommerlichen Temperaturen und viel Sonnenschein vor allem im Osten des Landes lockte zahlreiche Menschen in die Natur und auch auf die Straße, darunter zahlreiche Motorradfahrer. Insgesamt sechs von ihnen wurden am Wochenende bei Verkehrsunfällen getötet, die meisten in der Steiermark. Laut vorläufiger Bilanz des Innenministeriums vom Dienstag starben zu Pfingsten acht Menschen auf Österreichs Straßen, auch mehrere Verletzte waren zu beklagen. 

In der Steiermark prallten am Sonntagnachmittag auf der Soboth zwei Biker zusammen, beide überlebten den Unfall nicht: Ein 30-jähriger Steirer starb noch an der Unfallstelle, ein 65-jähriger Tiroler kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Am Samstagabend war ein 62-jähriger Motorradlenker aus der Steiermark ums Leben gekommen, als er bei Mariazell von der Straße abkam und über eine Böschung stürzte. Bei vier weiteren Motorradunfällen wurden die Lenker zum Teil schwer verletzt. In der Nacht auf Sonntag starb zudem eine 86-jährige Frau im Krankenhaus - sie war am Freitag in Murau mit ihrem Auto unterwegs gewesen und auf einer Kreuzung mit einem anderen Pkw zusammengestoßen.

Ein tödlicher Motorradunfall geschah zu Pfingsten auch in Kärnten: Ein 35-jähriger Steirer prallte am Samstag im Bezirk Wolfsberg gegen einen auf der Straße liegenden Baum, der zuvor von einer starken Windböe umgerissen worden war. Seit Freitag war es in Kärnten außerdem zu acht weiteren Unfällen mit Motorrädern und Mopeds gekommen, bei denen die Lenker teils schwer verletzt wurden. Schwer verunglückte auch ein betrunkener Lenker im Bezirk Klagenfurt-Land am Sonntag: Sein Auto kam von der Straße ab und landete in einem Bachbett, der Lenker und zwei Beifahrer wurden verletzt.

Bei einem Verkehrsunfall bei Klingenbach im Burgenland (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) wurde am Pfingstsonntagvormittag nach Polizeiangaben ein ungarischer Motorradfahrer getötet und ein zweiter schwer verletzt. Die Männer waren aus vorerst unbekannter Ursache auf der B16 mit dem entgegenkommenden Auto eines Landsmannes kollidiert. Bei der Karambolage kam ein 37-jähriger Zweiradfahrer ums Leben, ein 27-jähriger Biker wurde laut Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland schwer verletzt und ins Krankenhaus Eisenstadt transportiert. Verletzungen erlitten auch die drei Autoinsassen. Die B16 war mehrere Stunden lang für den kompletten Verkehr gesperrt.

In Tirol ereigneten sich zwei Motorradunfälle, dabei gab es einen Toten und zwei Schwerverletzte. Am Gaichtpass bei Weißenbach prallte ein deutscher Biker mit einem Wohnmobil zusammen, das in einer unübersichtlichen Kurve von einem Parkplatz in die Straße einbog. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Ebenfalls im Bezirk Reutte waren am Sonntag ein deutscher und ein 54-jähriger Vorarlberger Motorradfahrer frontal zusammengestoßen. Die beiden waren auf der Namloser Straße (L 21) in entgegengesetzte Fahrtrichtungen unterwegs und hatten zu Überholmanövern angesetzt. Beide Männer wurden schwer verletzt mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

In Salzburg prallte ein 62-jähriger Deutscher am Freitagvormittag auf der Katschberg Straße (B 99) in Richtung St. Michael mit seinem Motorrad in den Pkw einer Frau, die rechts abbiegen wollte. Der Motorradlenker konnte nicht rechtzeitig bremsen, er wurde verletzt ins Spital gebracht. Tödlich endete ein Unfall für einen 27-jährigen Autofahrer Freitagmittag auf der Postalmstraße im Salzburger Abtenau (Bezirk Hallein). Er kam mit seinem Pkw in einer Kurve ins Schleudern, von der Fahrbahn ab und prallte gegen Bäume. Danach ging der Wagen in Flammen auf.

In Oberösterreich gab es am Pfingstwochenende keine größeren Motorradunfälle, jedoch wurden ein 15-Jähriger und ein gleichaltriges Mädchen Freitagabend in Linz beim Queren eines Zebrastreifens von einem Auto erfasst und 35 Meter fortgeschleudert. Der Bursche erlitt lebensgefährliche Verletzungen, die junge Frau kam mit leichten Blessuren davon.

Insgesamt acht Tote im Pfingstverkehr
Wie das Innenministerium am Dienstagvormittag bekannt gab, waren in Summe heuer und 2018 wacht Tote zu beklagen, 2017 sechs und 2016 wurde mit vier Opfern ebenso wie 2013 der bisher niedrigste Wert verzeichnet. Das bisher blutigste Pfingstwochenende wurde seit Einführung der Statistik mit 45 Getöteten im Jahr 1979 registriert.

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