05.06.2019 07:29 |

„Hat Leben gekostet“

Untätiger Hilfssheriff nach Schulmassaker in Haft

Nicht nur für den Amokläufer Nicolas Cruz wird das Schulmassaker von Parkland mit 17 Toten ernste Konsequenzen haben: Fast eineinhalb Jahre nach dem Attentat ist ein Hilfssheriff festgenommen worden. Der 56-jährige Scot Peterson griff während der Bluttat nicht ein und betrat die Schule nicht - obwohl er der einzige bewaffnete Wachmann auf dem Gelände war.

Dem 56-Jährigen wird unter anderem Vernachlässigung von Kindern und grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen, wie die Justizbehörden im Bundesstaat Florida am Dienstag mitteilten. Peterson habe „absolut nichts“ unternommen, um das Massaker zu stoppen.

„Es kann keine Entschuldigung für seine komplette Untätigkeit geben, und es gibt keinen Zweifel, dass seine Untätigkeit Leben gekostet hat“, erklärte Justizvertreter Rick Swearingen.

Der ehemaliger Schüler Nicolas Cruz hatte am Valentinstag 2018 an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland mit einem Schnellfeuergewehr um sich geschossen. Er tötete 14 Schüler und drei Erwachsene.

US-Präsident bezeichnete Peterson als „Feigling“
Zu dem Zeitpunkt war Peterson der einzige bewaffnete Wachmann auf dem Schulgelände. Aufnahmen aus Überwachungskameras zeigen, dass er während des Massakers vor dem Schulgebäude stand - aber nicht eingriff und das Gebäude nicht betrat. Nach Bekanntwerden der Aufnahmen bezeichnete US-Präsident Donald Trump Peterson öffentlich als „Feigling“. Peterson beteuert, er habe sich an die Einsatzregeln gehalten.

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