Do, 23. Mai 2019
17.05.2019 15:30

„Machbar“

„Neue“ Mathe-Matura fällt heuer nicht durch

Aufatmen bei Schülern, Lehrern und Eltern! Bei der „neuen“ Mathe-Matura hat nur noch jeder neunte AHS-Schüler einen „Fleck“ - im Vorjahr kassierte noch jeder fünfte Maturant ein „Nicht genügend“. Auch bei den BMHS-Absolventen haben sich die Ergebnisse der Rechnungs-Reifeprüfung verbessert. Die wenigsten Fünfer an den AHS gab es heuer in Oberösterreich, die meisten in Wien und Salzburg. An den BHS schnitt die Steiermark am besten ab, das Burgenland und Kärnten am schlechtesten.

45.000 Prüflinge traten in ganz Österreich ab 7. Mai zur Zentralmatura in Mathematik an. „Anspruchsvoll, aber machbar“, lautete der Tenor der Schüler. Nach den desaströsen Ergebnissen aus dem Vorjahr, bei denen jeder fünfte angehende AHS-Maturant einen „Fleck“ fabriziert hatte, reagierte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP). Die Aufgaben der Zentralmatura wurden kürzer und verständlicher gestaltet.

Auch bei den Ergebnissen bei den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) zeigt sich ein Trend nach oben – wenn auch ein kleiner. War dort im Vorjahr ebenfalls noch jeder fünfter Schüler negativ, soll es in diesem Jahr nur noch jeder sechste gewesen sein.

Die Leistungen der Bundesländer
Nach Bundesländern wurden vorerst an den AHS die wenigsten Fünfer in Oberösterreich (7,5 Prozent) verzeichnet, die meisten in Wien (16,5 Prozent) und Salzburg (15,8 Prozent). An den BHS gab es in der Steiermark (13,3 Prozent) die wenigsten negativen Noten und im Burgenland (22,2 Prozent) und Kärnten (22,1 Prozent) die meisten.

Faßmann freute sich am Freitag über die besseren Resultate - auf der anderen Seite sei die Reifeprüfung aber auch „nicht so ausgefallen, dass man uns den Vorwurf machen kann, sie wird hergeschenkt“.

Die heurigen Beispiele seien vom Schwierigkeitsgrad und von den erforderlichen Rechenoperationen her nicht leichter oder schwerer als in den Jahren davor gewesen, so der Tenor befragter Nachhilfelehrer. Zumindest an den AHS habe es aber heuer mehr „Sicherheitsaufgaben“ gegeben - also Beispiele, die ähnlich gebaut waren wie solche bei den Reifeprüfungen davor. „Der Wiedererkennungseffekt war sicher höher. Zumindest für jene, die zur Vorbereitung die alten Maturaaufgaben durchgearbeitet haben.“

Das Ende der Fahnenstange sei aber noch nicht erreicht, betonten Faßmann und auch der Leiter des Forums Zentralmatura, Kurt Scholz. „Für eine Entwarnung ist es zu früh“, meinte Scholz. Man müsse nun weiterarbeiten, um Ängste vor dem Fach zu nehmen.

Kronen Zeitung/krone.at

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