02.04.2019 16:43 |

Schon ausverkauft

Wiener Derby im Boxen: Nader fordert Knezevic!

Marcos Nader gegen Gogi Knezevic - das ist gewissermaßen Austria gegen Rapid mit Box-Handschuhen. Am 13. April treffen die beiden ewigen Rivalen beim „großen Kampf um Wien“ im Rahmen der Bounce Fight Night in der Erste Bank Arena erstmals aufeinander. Der seit Jänner an einer Achillessehnenverletzung laborierende Nader freut sich über ein ausverkauftes Haus bei seinem großen Fight und schickt auch einen Gruß an die krone.at-Leser…

Ümit Korkmaz, Aleksendar Rakic, Christoph Gombkötö: Bei einer gemeinsamen Trainingssession mit Österreichs Vorzeigeboxer Marcos Nader im Boxclub Bounce zeigten am Dienstag gleich mehrere bekannte Gesichter aus der Sportwelt, auf wessen Seite sie beim Duell um die Vorherrschaft in Wien stehen. Und zwar auf der des Marcos Nader. Er ist aber noch nicht hundertprozentig fit. krone.at fragte ihn über seine Verletzung, über seinen „ewigen“ Gegner, über seine Motivation und über Doping im Kampfsport.

krone.at: Wie geht es Ihnen nach der Verletzung im Jänner?
Marcos Nader:
Den Umständen entsprechend ganz gut. Das ist ein Handicap, aber jammern geht jetzt gar nicht, ich werde in den Ring steigen und gewinnen.

krone.at: Eine Achillessehnen-Verletzung ist sehr schmerzhaft. Wie ist das passiert?
Nader:
Also ich bin mit dem Kinderwagen unterwegs gewesen und war anscheinend unachtsam. Der Kinderwagen ist weggerollt, ich bin dem Kinderwagen nachgerannt, bin über ein Hindernis gestolpert und die Sehne ist gerissen. Die Operation ist aber sehr, sehr gut verlaufen! Ich danke meinem Arzt Philipp Heuberer.

krone.at: Wie fit sind Sie derzeit?
Nader: Ich bin kein großer Prozentzähler, aber ich schätze mich derzeit auf 60, 70, 80 Prozent. Aber ich werde am Kampftag auf hundert Prozent sein.

krone.at: Jetzt kommt das Wiener Derby gegen „Gogi“ Knezevic, wie lange kennen Sie ihn schon?
Nader: Wir kennen uns jetzt schon seit 16 Jahren. Er hat einige gute Kämpfe gemacht. Er hat eine große Klappe. Das kann er gut. Was ich wirklich kann, sehen wir am 13. April. Er war oft mein Trainingspartner. Weil er immer von „Erfahrung“ spricht: Er kann mir den Buckel runterrutschen! Ich habe mit sieben Jahren schon geboxt, als er das Wort „Boxen“ noch nicht einmal schreiben konnte. Ich stehe länger im Ring, als er. Ich komme aus Ottakring, er aus Mariahilf. Wir haben im gleichen Verein trainiert zu Beginn, haben dort unsere Box-Skills gelernt.

krone.at: Die Halle ist mit 2200 Zuschauern restlos ausverkauft…
Nader: Das motiviert mich zusätzlich, das war schon lange nicht mehr der Fall in Wien. Man kann alles sagen, nur nicht, dass Kampfsport in Österreich nicht populär ist. Wir haben einen der besten UFC-Kämpfer, Alexander Rakic, wir haben super Thai-Boxer. Und jetzt auch wieder ein Wiener Derby: Ich schätze, 80 Prozent der Fans werden zu mir halten. Das ist für mich ein Ansporn, wenn die mich siegen sehen.

krone.at: Was denken Sie nach der Doping-Lawine der letzten Zeit? Gibt es auch Doping im Boxen?
Nader: Ich glaube, das gibt es sicher. In Europa kenne ich keine Fälle, aber in Amerika gibt es schon Sportler, die „falsches Fleisch gegessen“ haben… Aber ich glaube, das ist eher bei Langzeit-Ausdauersportarten der Fall als beim Kampfsport. In den Sparten, wie man hört, kommt es darauf an, wer den besseren Arzt hat, nicht den besseren Trainer. Da fehlt für mich der sportliche Aspekt. Aber ich will nicht mehr dazu sagen, ich kenne mich in dieser Materie zu wenig aus.

krone.at: Ihr Doping sind also die Fans?
Nader:
Ja, und meine Familie, vor allem meine kleine Tochter. Ich will den Sport so lange weitermachen, bis sie selber in der Halle ist und realisiert, was der Papa gemacht hat. Sie wird bald ein Jahr alt...

Sparringpartner Rakic: „Ich spüre, dass er fit ist“
Vienna-Kicker Ümit Korkmaz ist seit jeher ein Box-Fan: „Ich werde bei der “Fight Night„ auf jeden Fall dabei sein. Von außen schaut das manchmal einfach aus, im Ring ist es eine sehr schwierige Sache. Ich war gerade mit Marcos zwei Minuten im Ring, das war extrem anstrengend“. Auch Vienna-Vikings-Spieler Christoph Gombkötö ist enthusiastisch: Ich hab‘ den Marcos durch einen Bekannten kennengelernt, er kommt zu unseren Spielen zuschauen und ich bin bei jeder „Fight Night“ dabei, Boxen fasziniert mich.„ Österreichs größte UFC-Hoffnung Aleksandar Rakic war gerne Naders Sparringpartner und fiebert dem 13. April entgegen: “Ich spüre, dass er fit ist, seine Schläge kommen hart und präzise".

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