01.04.2019 08:41 |

Sohn war vorbestraft

Motiv für Muttermord: Hass auf das Leben

Eine Obduktion hat am Sonntag den Verdacht bestätigt: Die in der Nacht auf Samstag in einem Haus in Ebenthal ums Leben gekommene Kärntnerin (52) ist an schweren Kopfverletzungen gestorben. Der Sohn (21), der wegen Gewalt an seiner Mutter vorbestraft war, hatte mit einem Holzschemel zugeschlagen: aus Hass

Jetzt ist es traurige Gewissheit. „Die Obduktion hat Kopfverletzungen als todesursächlich ergeben; sie entstanden entweder durch die Schläge mit dem Holzschemel oder den darauffolgenden Sturz“, berichtet Polizeisprecher Rainer Dionisio. Wie berichtet, wollte der Mann seine Tat vorerst verschleiern. Nachdem er seine Mutter mit bloßen Händen blutig geprügelt und mit dem Holzschemel erschlagen hatte, hatte er sie ins Bett gelegt und in der Früh die Rettung alarmiert, um zu behaupten, sie leblos gefunden zu haben.

Mutter und Sohn lebten ohne weitere Familienangehörige zusammen. Immer wieder kam es zu Tätlichkeiten des jungen Mannes. Dreimal wurde er bereits weggewiesen, zuletzt im Dezember des Vorjahres.

Verurteilung wegen „fortgesetzter Gewaltausübung“
Der 21-Jährige war sogar vorbestraft. Anfang März wurde er wegen „fortgesetzter Gewaltausübung“ gegen seine Mutter zu vier Monaten bedingter Haft mit drei Jahren Probezeit verurteilt. „Er hasste sein Leben. Die Mutter war immer wieder der Prellbock“, berichtet Markus Kitz von der Staatsanwaltschaft. Obwohl der 21-Jährige bei der Vernehmung laut Alkomatentest nicht alkoholisiert war, wurden ihm Harn und Blut abgenommen. „Die Proben müssen aber erst ausgewertet werden“, erklärt Kitz.

Die Bluttat ist heuer bereits die zehnte Tötung einer Frau in Österreich.

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Claudia Fischer
Claudia Fischer
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