15.02.2019 12:45 |

Unheil nach Unwettern

Dreckwasser bedroht Korallen im Great Barrier Reef

Dem größten Korallenriff der Welt, dem Great Barrier Reef vor Australien, droht neues Unheil: Nach heftigen Unwettern im Nordosten des Kontinents fließen jetzt große Mengen verdrecktes Wasser aus Flüssen ins Meer und somit auch in einen Teil des Riffs, das ein empfindliches Ökosystem ist.

In der braunen Brühe schwimmen nach Angaben von Forschern Erde, Schutt, Gebäudetrümmer und sonstige Abfälle. Auf Luftaufnahmen ist zu sehen, wie das Dreckwasser inzwischen mehr als 60 Kilometer weit in das Korallenriff reicht. „Korallen und Seegras brauchen Licht, um ihr Wachstum und ihre Gesundheit beizubehalten“, sagte Forscherin Jane Waterhouse von der James Cook University im Bundesstaat Queensland.

Braune Brühe droht Korallen zu ersticken
An besonders stark betroffenen Stellen des rund 2300 Kilometer langen Riffs droht die braune Brühe nun die Korallen zu „ersticken“, warnen die Forscher. Etwa an der Mündung des Flusses Burdekin, wo sich das verdreckte Wasser über mehrere hundert Kilometer ins Meer ergossen hat.

Der Nordosten Australiens war in den vergangenen Wochen von schweren Unwettern heimgesucht worden. In der besonders schlimm betroffenen Stadt Townsville, die direkt an der Küste liegt, fiel so viel Regen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Durch das Hochwasser wurden auch viele Häuser beschädigt. Die Bewohner sind immer noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Seit dem Jahr 1981 Weltnaturerbe
Das 2300 Kilometer lange Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens, gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Es beherbergt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt und gehört deshalb seit 1981 zum Weltnaturerbe.

Tödliche Korallenbleiche wegen Klimawandel
Wegen des Klimawandels und der damit verbundenen Erwärmung des Meerwassers leidet es seit einigen Jahren unter einer tödlichen Korallenbleiche - ein vermutlich temperaturbedingtes Ausbleichen der Korallenstöcke, was schließlich zu deren Aussterben führen kann.

Darüber hinaus wird es massiv durch korallenfressende Seesterne geschädigt, die sich durch Abwässer aus der Landwirtschaft zuletzt stark vermehrt haben. Die sogenannten Dornenkronen (Bild oben) sind Seesterne mit bis zu 23 Armen, die 30 Zentimeter Durchmesser erreichen können. Sie vermehren sie sich rasant und fallen - ähnlich wie Heuschreckenschwärme an Land - zu Hunderttausenden ein.

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