14.02.2019 12:25 |

Riesen-Wirbel in Japan

Minister sorgt für Eklat um kranke Schwimmerin

Riesiger Wirbel in Japan! Olympia-Minister Yoshitaka Sakurada sorgte mit umstrittenen Äußerungen über die an Leukämie erkrankte Schwimmerin Rikako Ikee für einen Eklat im ganzen Land. Immerhin: Der Politiker hat sich mittlerweile für seinen Sager entschuldigt.

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Am Dienstag rüttelte die erfolgreiche und beliebte Schwimmerin Rikako Ikee die Nation mit der Nachricht auf, dass sie an Leukämie erkrankt sei. Ganz Japan zeigte sich vom persönlichen Schicksal der sympathischen 18-Jährigen schwer betroffen - nur Minister Yoshitaka Sakurada offenbar nicht wirklich! Der für die Olympischen Spiele zuständige Politiker sorgte sich eher um die japanischen Erfolge, als um die Gesundheit von Ikee. „Sie ist eine Athletin, in die wir große Hoffnungen setzen“, sagte Sakurada. „Ich bin sehr enttäuscht.“ Ohne Ikee, so der Minister, drohe der gesamten Olympiamannschaft ein Verlust an Schwung und Begeisterung. 

Nicht so gemeint
Die 18 Jahre alte Ikee, die bei den Asienspielen im vergangenen Jahr sechs Goldmedaillen mit Rekordzeiten geholt hatte, ist eine der großen Hoffnungen Japans für die Olympischen Spiele in Tokio 2020. Die Junioren-Weltmeisterin über 50 m Kraul sowie 50 und 100 m Delfin gilt als große heimische Hoffnung für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio. Doch nun könnte sie ausfallen - für den Minister war dies offensichtlich der größte Schock! Die Aufregung in Japan war deshalb groß. Immerhin: Sakurada entschuldigte sich mittlerweile für Bemerkungen, die so verstanden worden waren, als erachte er Japans Erfolg bei den Olympischen Spielen 2020 im eigenen Land für wichtiger als Ikees Genesung.

Nicht der erste Fehltritt
Sie sei eine potenzielle Goldmedaillen-Gewinnerin, eine Athletin, „in die wir große Erwartungen setzen. Ich bin wirklich enttäuscht“. Diese Bemerkung sei unsensibel gewesen und er entschuldige sich dafür, wurde der Minister zitiert, nachdem es massive öffentliche Kritik an ihm gegeben hatte. Dabei war der Fall Ikee nicht der erste Fehltritt von Sakurada. Denn: Im Nebenjob ist er auch Minister für Cybersicherheit, dabei hatte er erst vor wenigen Wochen freimütig eingestanden, dass er noch nie einen Computer benutzt habe.

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