04.02.2019 06:06 |

13:3 gegen die Rams

Pats und Brady zum sechsten Mal Super-Bowl-Sieger!

Dank einer überragenden Defensive und starken Nerven von Star-Quarterback Tom Brady haben die New England Patriots zum sechsten Mal die Super Bowl gewonnen. Das leichte favorisierte Team setzte sich im spannenden, aber selten spektakulären Finale der National Football League am Sonntag (Ortszeit) in Atlanta mit 13:3 (3:0) gegen die Los Angeles Rams durch. Im Alter von 41 Jahren sicherte sich Brady beim größten Einzelsportevent der Welt als erster Profi der NFL-Historie seinen sechsten Super-Bowl-Ring.

Beide Teams blieben die ersten drei Viertel ohne Touchdowns, eine Premiere für die Super Bowl. Altmeister Brady entschied bei seiner neunten Final-Teilnahme das Duell mit dem 17 Jahre jüngeren Rams-Quarterback Jared Goff für sich. Der Youngster war im erst vierten Playoffspiel seiner Karriere phasenweise sichtlich überfordert. Die Rams verpassten damit ihren zweiten Super-Bowl-Sieg nach 2000, als sie vor der Rückkehr nach Los Angeles noch in St. Louis beheimatet waren.

Mit vier perfekten Pässen in Serie bereitete Brady im letzten Abschnitt den entscheidenden Touchdown zum 10:3 vor, NFL-Neuling Sony Michel trug den Ball die verbliebenen zwei Yards in die Endzone. Die Patriots zogen so nach Titelgewinnen mit Super-Bowl-Rekordsieger Pittsburgh Steelers gleich. Auf der Tribüne verfolgten Stars wie Sänger Jon Bon Jovi, Oscar-Preisträger Jamie Foxx, Ex-Sprintikone Usain Bolt und der irische Käfigkämpfer Conor McGregor ein von starken Defensivreihen geprägtes Spiel.

Bellichick entscheidet Trainerduell der Generationen für sich
Der 66-Jährige Bill Belichick entschied dabei das Trainerduell mit dem halb so alten Rams-Trainer Sean McVay für sich und baute seinen Rekord als ältester Coach eines Super-Bowl-Siegers weiter aus. Schon vor der Partie hatte US-Präsident Donald Trump Belichick, Brady und die Patriots für ihre „großartige Chemie“ gelobt - und auf den richtigen Sieger gesetzt. Beim Einlaufen der Teams zu reichlich Rauch und Feuerwerk hatten die Fans der Patriots wie schon den ganzen Tag in der Metropole des US-Bundesstaats Georgia die Stimmungshoheit.

Schwacher Start für Brady -  gleich Interception
Gänsehaut-Atmosphäre im eineinhalb Milliarden US-Dollar teuren Mercedes-Benz Stadium - doch Brady erwischte einen unkonzentrierten Start. Direkt seinen ersten Pass fing Rams-Verteidiger Cory Littleton ab. Für Brady war es erst die sechste Interception in seinem neunten Super Bowl. Am Ende der nächsten Patriots-Angriffserie verzog Kicker Stephen Gostkowski (unten im Bild, mit der Nummer 3) seinen Schussversuch aus 46 Yards. So setzte sich eine Super-Bowl-Schwäche für New England fort: In der Ära von Brady gelangen in allen ersten Finalvierteln zusammen gerade einmal mickrige drei Punkte.

Die Patriots brachten sich durch eigene Fehler um den Lohn für ihre Überlegenheit, der sonst so explosive Angriff der Rams konnte hingegen überhaupt keinen Schwung aufnehmen. Goff war die Nervosität auf der großen Bühne anzumerken, mehrfach schaute sich der 24-Jährige nach den harten Attacken der Patriots hilflos um. Sechsmal waren die Rams vor der Pause in Ballbesitz, sechsmal mussten sie den Ball zum Gegner schießen. Gostkowski erzielte mit einem erfolgreichen Field Goal lediglich noch die 3:0-Führung für New England - nur einmal gab es in der Super-Bowl-Historie eine erste Hälfte mit weniger Punkten.

Kurz nach der wenig spektakulären Halbzeitshow mit der Popband Maroon 5 als Top-Act verloren die Patriots ihren Verteidiger Patrick Chung durch eine Armverletzung. Weiter dominierten beide Defensivreihen, immerhin konnte Kicker Greg Zuerlein zum 3:3 für die Rams ausgleichen. Trotzdem saß Goff (im Bild oben) mit hängendem Kopf auf der Bank. Stattdessen drehte Brady auf, ein feiner Pass auf Rob Gronkowski sorgte auch bei Ehefrau Gisele Bündchen für Jubelstürme auf den VIP-Plätzen. Running Back Michel vollendete zum Touchdown.

Mit einem fatalen Fehlpass vergab Goff im Gegenzug die Chance, sein Team wieder heranzuführen. Gostkowski erhöhte per Kick auf 13:3, die Rams schafften nicht mehr das Wunder. Julian Edelman (oben im Bild), die Nummer 11 der Patriots, wurde zum MVP gewählt.

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