Ermittlungen ergaben:

Der tödliche Gasofen wurde falsch verwendet

Der Gasofen hätte nicht in geschlossenen Räumen verwendet werden dürfen - zu diesem eigentlich recht wenig überraschenden Ergebnis kam ein Sachverständiger der Brandschutzverhütung im Drama von St. Johann am Walde. Auf dem Heizaufsatz war laut Polizei auch ein entsprechender Warnhinweis angebracht.

Bei seiner Einvernahme gab der Hausbesitzer Josef M. (49 ) an, dass er die Gastherme so wie seit vielen Jahren aufgestellt und in Betrieb genommen hätte. Als er gegen 1 Uhr früh von dem Nebengebäude in sein Wohnhaus in St. Johann am Walde zurückging, um sich dort schlafen zu legen, habe er die beiden Brüder Johann (64) und Jakob Haas (48) mehrmals angewiesen, vor dem Zubettgehen die Gasflasche abzudrehen. Jakob Haas habe öfter bei ihm übernachtet und sei mit dem Gasofen bestens vertraut gewesen. Josef M. hatte die beiden bewusstlosen Brüder, wie berichtet, am Donnerstagvormittag in dem Partyraum entdeckt und geborgen. Sie hatten durch den fortwährenden Betrieb der Gastherme über mehrere Stunden in dem kleinen Raum mit geschlossenen Fenstern eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten, so das Ermittlungsergebnis.

Weiter in Lebensgefahr
Johann Haas konnte nicht mehr geholfen werden. Sein Bruder Jakob – er ist vierfacher Familienvater – liegt immer Welser Klinikum auf der Intensivstation, schwebt laut Auskunft der Pressesprecherin in Lebensgefahr.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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Sonntag, 16. Mai 2021
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