27.01.2019 06:00 |

Positive Davos-Bilanz

Milliarden fließen für neue Jobs nach Österreich

Ein wachsendes Interesse der internationalen Geschäftswelt für den Standort Österreich hat Bundeskanzler Sebastian Kurz bei seinen Treffen mit den Chefs der Weltkonzerne auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos geortet. Großkonzerne machen Hunderte Millionen locker für Investitionen, die neue Jobs in Österreich bringen.

Als „extrem spannend“ bezeichnete Kurz seine Einzeltermine mit der gesamten Weltspitze der Hightech-Branche: Tim Cook von Apple, Jack Ma von Alibaba, Dara Khosrowshahi von Uber, Vasant Narasimhan von Novartis, Ulrich Spiesshofer von ABB, Bill McDermott von SAP oder Sheryl Sandberg von Facebook.

Europa hat nur noch 15 Jahre Zeit, um aufzuholen
„Alle signalisieren die unfassbar schnelle Veränderung der Arbeitswelt, und Europa muss alles tun, um aufzuholen. Wenn wir das nicht in 15 Jahren schaffen, sind wir weg vom Fenster“, rekapituliert der Kanzler seine Gespräche. „Aber“, so der ÖVP-Chef, „ich freue mich über das wachsende Interesse am Standort Österreich. Konzerne sind bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen, um in Österreich zu investieren.“

Beispiele aus der jüngsten Zeit: Der Hightech-Konzern Infineon investiert 1,6 Milliarden Euro für ein neues Chip-Werk in seinem Kompetenzzentrum in Villach. Der Technologiekonzern ABB investiert 100 Millionen in einen globalen Innovations-Campus im oberösterreichischen Eggelsberg. Der Pharmariese Novartis investiert 200 Millionen in seine Tiroler Standorte.

Vorrang für Ausbildung in Zukunftsjobs
Als Motiv für das internationale Interesse am Standort Österreich sieht Kanzler Kurz die gute Ausbildung der Mitarbeiter. Das spornt die Bundesregierung an, noch mehr Anstrengungen bei Bildung und Ausbildung zu setzen.

Kurz: „Die Bundesregierung hat zwei Schwerpunkte: Sicherheit und Digitalisierung. Ich teile die Ansicht meiner Gesprächspartner aus der Hightech-Branche, dass durch Digitalisierung viele neue Jobs entstehen, aber dafür andere wegfallen. Wir wollen daher entsprechende Veränderungen zeitgerecht einleiten für die Ausbildung zu Jobs, die es auch in 20 Jahren noch gibt. Nur dadurch können wir auch den Sozialstaat finanzieren und aufrechterhalten.“

Regulierungsmaßnahmen und Digitalsteuer
Für Regulierungsmaßnahmen und für die Digitalsteuer ortet Kurz bei den Internetgiganten ein durchaus unterschiedliches Verständnis: „Widerstand gab es keinen. Ich habe dargelegt, dass wir klare Regeln und eine gerechte Besteuerung wollen und diese einführen.“

Kurt Seinitz, Kronen Zeitung

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