Do, 17. Jänner 2019

Zahl spürbar gestiegen

09.01.2019 06:49

47 Häftlinge setzten sich 2018 erfolgreich ab

Immer wieder versuchen Häftlinge, ihren Aufenthalt in heimischen Gefängnissen eigenmächtig zu verkürzen - und türmen aus Justizanstalten oder kehren nicht von einem Frei- oder Ausgang zurück. Von Jänner bis Oktober 2018 haben das insgesamt 180 Gefängnisinsassen versucht, erfolgreich waren 47 - ein spürbarer Anstieg im Vergleich zu den Jahren davor. Einmal mehr wird deshalb auf mehr Personal und Ressourcen zur Resozialisierung gepocht.

Gelang es im Jahr 2016 noch 22 Personen, sich abzusetzen, konnten im Jahr darauf 31 Häftlinge flüchten bzw. kehrten nicht von einem Frei- oder Ausgang zurück, wie aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der NEOS durch Justizminister Josef Moser (ÖVP) hervorgeht. Bis Oktober 2018 waren es 47 Menschen, die sich erfolgreich absetzen konnten.

Griss: „Mehr Personal und Ressourcen“
Eine Entwicklung, die NEOS-Justizsprecherin Irmgard Griss mit Sorge beobachtet: „Die Regierung redet immer von Sicherheit, wenn sie damit Ängste schüren kann. Sie unternimmt aber nichts, Ängsten vorzubeugen“, erklärte sie. Griss fordert daher „mehr Personal in der Justiz und Ressourcen für die Resozialisierung und Sozialisierung in den Gefängnissen, denn all diese Menschen werden wieder mit und unter uns leben“.

Serien-Ausbruchsversuche aus Sonderanstalt
Anlass für die Anfrage der NEOS war eine Reihe von Ausbruchversuchen aus dem Forensischen Zentrum Asten (FZA), einer Sonderstrafanstalt für den Maßnahmenvollzug, die im Vorjahr die Bevölkerung verunsicherte. Die meisten Fluchtversuche gab es allerdings mit 19 aus der Justizanstalt Wien-Simmering. Wie Justizminister Moser betont, wurde auf die jüngsten Entwicklungen reagiert. Der Schlüssel für das Betreuungspersonal im FZA wurde erhöht, mit der Planstellenzuweisung für 2019 wurden zusätzliche Planstellen geschaffen.

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