18.12.2018 08:05 |

„Unbeschreiblich“

Es ist so weit: Marcel ist nun der Allergrößte!

Mit seinem ersten Erfolg in einem Parallel-Riesentorlauf hat Hirscher in Alta Badia den österreichischen Rekord von Annemarie Moser-Pröll mit 62 Weltcup-Siegen eingestellt und eigentlich schon überholt.

Die große Annamirl hat’s geahnt. Nein, mehr noch: gewusst. „Noch vor Weihnachten hat er mich eingeholt“, hatte Annemarie Moser-Pröll im Interview mit der „Kronen Zeitung“ vor den Technik-Rennen in Südtirol gemeint.

Er – das ist Marcel Hirscher. Und der nützte die erste Gelegenheit, um mit der großen Ski-Dame Österreichs aufzuschließen. Im 228. Weltcup-Rennen feierte der 29-Jährige am Montag in Alta Badia seinen 62. Weltcup-Erfolg – damit steht er mit Annemarie auf einer Stufe. Und hat mit der wahrscheinlichen Disqualifikation von Beaver-Creek-Sieger Stefan Luitz die Jahrhundert-Sportlerin sogar schon überholt.

„Unbeschreiblich“
„Unbeschreiblich“, nannte der Jungvater diesen Sprung auf den Gipfel des heimischen Alpinsports, „es ist ein Wahnsinn, was in den letzten Jahres passiert ist, dass so etwas überhaupt möglich geworden ist.“

Marcel wollte die Lorbeeren nicht alleine einheimsen: „Ich stehe ganz allein oben. Aber da waren viele Leute, die mir geholfen haben.“

Max jubelte umsonst
Sieg Nummer 62 war auch Hirschers erster Weltcup-Erfolg im Parallel-Riesentorlauf. Mehr als Platz drei war bislang nicht drinnen gewesen. „Ich habe mich auch heute geplagt“, gestand der Salzburger, „und weil ich mich nicht sehr auf diesen Event freue, ist es schon etwas Besonderes.“

Vor allem im Halbfinale gegen Matts Olsson hing der Sieg an einem seidenen Faden, Marcel blieb beim Start kurz hängen – der Schwede schied aber aus. „Das macht’s so schwer: Ein kleiner Fehler – und das Rennen ist verloren. Mir fällt ein Riesenstein vom Herzen.“

Mehr noch als Hirscher hatte im Sechzehntelfinale Max Franz gejubelt, als er den Amerikaner Tommy Ford nach 0,50-Rückstand in Lauf eins doch noch besiegte hatte. Scheinbar: Das Start-Tor hatte in Lauf zwei nicht eine halbe Sekunde später geöffnet, Max erfuhr am Viertelfinal-Start vom Ausscheiden. „Ich muss mich da nicht viel ärgern. Die Zeiten waren angeblich okay“, nahm er’s sportlich.

Georg Fraisl, Alta Badia, Kronen Zeitung

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