01.12.2018 13:26 |

Im Ligety-„Wohnzimmer“

Hirscher geht in Beaver Creek auf den „60er“ los

Marcel Hirscher geht im Riesentorlauf von Beaver Creek auf seinen „60er“ los. Der Slalomsieg von Levi macht es möglich, dass Österreichs Ski-Superstar am Sonntag in den USA einen neuen Meilenstein setzen kann. Auf dem Weg zu seinen 59 Weltcupsiegen hat der Österreicher neun der vergangenen zehn Riesentorläufe gewonnen, darunter die letzten vergangenen in Folge. 

Hirschers Superserie im Riesentorlauf könnte an jenem Ort seine Fortsetzung finden, an dem er im Vorjahr sensationell nach überstandenem Knöchelbruch triumphiert hat. Zwar erfordert die bei den Abfahrern so beliebte Birds of Prey relativ weit gesetzte Kurse, doch auch das beherrschte der fünffache RTL-Glaskugelgewinner zuletzt gut. Schon kommende Woche in Val d‘Isere (Rennen bestätigt, aber es wird im Laufe der Woche sehr warm) erwartet ihn das Gegenteil.

Jungvater fog um halbe Welt
Fünf Wochen nach der RTL-Absage in Sölden wird Hirscher wegen Beaver Creek trotz seiner Jungvaterschaft letztlich wegen eines Rennens um die halbe Welt geflogen sein. Seit Dienstag trainierte er intensiv in Vail, auch Slalom. Auch um seinen erarbeiteten Materialvorsprung aufrecht zu erhalten. „Das Problem ist aber, dass hier der Schnee ganz anders ist. Es geht also in erster Linie darum, sich auf dieses spezielle Rennen vorzubereiten. Wir werden erst Sonntag wirklich wissen, wo wir liegen“, sagte Hirscher.

Mit seinen 59 Weltcupsiegen (28 im RTL) ist Hirscher Vierter hinter Ingemar Stenmark (86), Lindsey Vonn (82, im Bild) und Annemarie Moser Pröll (62). Zum möglichen Jubiläumssieg meinte der siebenfache Weltcup-Gesamtsieger: „Jubiläen sind immer was Besonderes. Aber zuerst muss man gewinnen und da es gibt immer zehn Andere, die etwas dagegen haben.“

Speedfahrer Kriechmayr und Mayer nachnominiert
Auch seinen Teamkollegen rund um Manuel Feller (Vorjahresvierter), Vizeweltmeister Roland Leitinger und dem zuletzt sehr starken Stefan Brennsteiner traut Hirscher in Colorado viel zu. Vom ÖSV nominiert wurden auch die beiden Speedfahrer Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer.

Zu Hirschers Hauptkonkurrenten kommt am Sonntag (17.45 und 20.45 Uhr MEZ) neben Henrik Kristoffersen - der Norweger bereitete sich in Aspen auf das Rennen vor - und dem Franzosen Alexis Pinturault nun wohl auch Ted Ligety (im Bild) wieder immer intensiver hinzu. „Ich hab erstmals seit Jahren in der Vorbereitung wieder voll trainieren und voll pushen können“, strotzte der US-Amerikaner vor dem Heimrennen nur so vor Selbstvertrauen. Für Ligety ist Beaver Creek eine Art „Wohnzimmer“. Mit seinen fünf Riesentorlauf-Siegen ist Ligety dort Rekordsieger.

ÖSV-Aufgebot für den Riesentorlauf in Beaver Creek:
Marcel Hirscher, Manuel Feller, Roland Leitinger, Stefan Brennsteiner, Philipp Schörghofer, Matthias Mayer, Vincent Kriechmayr, Johannes Strolz, Dominik Raschner, Daniel Meier.

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