30.11.2018 12:58 |

Keine Filter verbaut

Sammelklage gegen Apple wegen „verstaubter“ Geräte

Apple droht juristisches Ungemach in den USA: In einer Sammelklage werfen mehrere Nutzer dem kalifornischen Konzern vor, in seinen iMacs und MacBooks keine Lüftungsfilter verbaut zu haben. Staub soll dadurch ins Innere der Geräte gedrungen sein und Prozessoren verlangsamt sowie Displays verschmutzt haben. Teure Reparaturkosten seien die Folge gewesen.

„Apple ist heute das wertvollste Unternehmen der Welt, weil die Verbraucher ihm vertrauen, zuverlässige und qualitativ hochwertige Produkte herzustellen. Aber es ist ihm nicht gelungen, eines der einfachsten und bekanntesten Probleme der Technologiegemeinschaft zu lösen - die Staubansammlung“, so US-Anwalt Steve Berman in einer Mitteilung seiner Kanzlei Hagens Berman.

Dieser Defekt koste Apple-Besitzer demnach „Hunderte von Dollar für Reparaturen“, zugleich weigere sich der Hersteller jedoch, die Verantwortung zu übernehmen. „Wir beabsichtigen, Apple für diesen kostspieligen Fehler verantwortlich zu machen, der Millionen seiner Computer betrifft“, fügte Berman hinzu.

„Dunkle Flecken“
Wie die Website Macrumors.com unter Berufung auf die Klageschrift berichtet, sollen Besitzer von iMac, iMacPro, MacBook, MacBook Pround MacBook Air, die zwischen 2013 und 2018 gefertigt wurden, mangels Staubfilter in den Geräten „dunkle Flecken“ auf der Display-Innenseite sowie eine durch Überhitzung verursachte Verlangsamung bemängelt haben.

„Der Computer saugt Luft an, um seine Komponenten zu kühlen, aber ohne Filter wird Staub im Inneren eingeschlossen. Dies wirkt sich auf den Bildschirm und die Logikplatine des Computers aus, was dazu führt, dass Staub hinter dem Bildschirm klebt und die Motherboards verklebt werden und der Computer langsam läuft und/oder überhitzt“, zitiert die Website aus der Anklageschrift.

Bis zu 600 Dollar für Reparaturen
Für entsprechende Reparaturen wurden demnach bis zu 600 US-Dollar verrechnet. Die Kläger fordern nun finanzielle Entschädigung für jene Nutzer, deren Geräte nicht wie beworben funktionieren. Entstandene Reparaturkosten sollen zudem ersetzt werden. Darüber hinaus sollen Nutzer, die ihre „verstaubten“ Geräte mit Verlust weiterverkauften, Kompensationen erhalten.

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