Mo, 18. Februar 2019
13.11.2018 12:12

Zeitzeugen berichten

Alfred Nagl: „Heute ist vieles besser geworden“

100 Jahre Republik Österreich - Zeitzeugen berichten. Ein Brigadier aus dem Burgenland zieht im Alter von 103 Jahren Bilanz: sein bewegtes Leben zwischen Prominenz und hoher Politik.

Als Alfred Nagl 1915 geboren wurde, lebte Kaiser Franz Joseph noch. Später war er als Brigadier des Bundesheeres Teil der Geschichte der Zweiten Republik. Seine Bilanz über hundert Jahre Österreich: „Frieden, Wohlstand, dazu die technischen Errungenschaften. Heute ist vieles besser geworden.“

Im Zweiten Weltkrieg in Frankreich verwundet
Alfred Nagl trat schon in der Ersten Republik dem Bundesheer bei. Den Zweiten Weltkrieg er- und überlebte er im Frankreichkrieg und trotz Verwundung.

Ab 1950 war Alfred Nagl Sicherheitschef bei Bundeskanzler Leopold Figl. Ein heikler Job, zumal ein kommunistischer Putsch drohte. Die berühmten Worte Figls „Österreich ist frei“ hörte Alfred Nagl aus nächster Nähe.

Zeremonienmeister bei Olympia
Bei den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck hatte Alfred Nagl, der als Zeremonienmeister tätig war, eine heikle Aufgabe: Silvia Sommerlath, die als Hostess arbeitete, musste er vor den Paparazzi beschützen. Monate später heiratete sie König Carl Gustaf, dem die Fotografen auf den Fersen waren. 2007 traf er sie bei einem Wien-Besuch wieder und wurde dem König nun - offiziell - vorgestellt.

Schon zwei Jahre später musste er als militärischer Berater Tenor Placido Domingo bei einer Neuinszenierung der Oper „Carmen“ richtige Säbelgriffe zeigen.

Im Jahr 2000 heiratete Alfred Nagl die Schriftstellerin Dr. Ingrid Schramm (62). In ihrem Haus in Weiden am See leben die beiden bis heute. Alfred Nagl ist geblieben, was er stets war: ein Offizier und Gentleman.

Peter Grotter, Kronen Zeitung

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