PV-Anlage in Wallern

Sonnenstrom für Paradeiser, Salat und Co.

Burgenland
05.03.2026 07:00

Energie ist teuer. Vor allem in der Landwirtschaft. Deshalb hat Perlinger Gemüse in eine Photovoltaikanlage investiert. Mehr als 5000 PV-Module liegen jetzt auf den Dächern der Wallerner Firma – umgesetzt wurde die Photovoltaik-Anlage gemeinsam mit Burgenland Energie.

„Wir setzen damit einen weiteren Meilenstein für eine energieunabhängige Wirtschaft im Burgenland“, erklärt Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma.

Erst von oben sieht man, wie groß die Anlage wirklich ist.
Erst von oben sieht man, wie groß die Anlage wirklich ist.(Bild: Burgenland Energie)

Perlinger Gemüse ist einer der größten Gemüseproduzenten Österreichs. 60 Bauern im Burgenland, Wien und Niederösterreich produzieren – neben der Eigenproduktion – für die Perlingers. Täglich werden sämtliche große Handelsketten mit frischem Gemüse beliefert. Ein Teil der gesunden Ware wächst in etlichen Hektar Glashäusern – vor allem in dieser Größenordnung machen die Energiekosten dann eine riesen Summe aus.

Größtes wirtschaftliches Dach-Photovoltaikprojekt
Bereits Ende 2021 startete man deshalb gemeinsam mit Burgenland Energie mit dem Dach-Photovoltaik-Projekt. Jetzt ist man so weit fertig – und darf dich derzeit über die größte Dachphotovoltaik-Anlage des Burgenlandes freuen. Mehr als 5000 PV-Paneele wurden verbaut. Die Ausbeute: 2,2 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Jetzt plant Perlinger Gemüse noch einen ordentlichen Batteriespeicher anzukaufen – und schafft damit in Wallern eines der stärksten betrieblichen Eigenversorgungsprojekte der Region. Denn in der Hauptsaison – sprich im Sommer, wenn sowohl am meisten Gemüse produziert, aber auch am meisten Sonnenenergie generiert werden kann, wird Perlinger Gemüse 92 Prozent ihres auf den Dächern produzierten Stroms selbst verbrauchen. „Da geht es um Klimaanlagen, Kühlanlagen, wo das Gemüse gelagert wird, Sortier- und Verpackungsmaschinen und vieles mehr“, erklärt Firmenchef Werner Perlinger.

(Bild: Burgenland Energie AG)

„Dieses Projekt zeigt, wie regionale Unternehmen Energiewende und Wettbewerbsfähigkeit erfolgreich verbinden“, zeigt sich auch Landesrat Leonhard Schneemann bei einer Betriebs- und PV-Anlagenbesichtigung begeistert.

Für den Betrieb bedeutet die eigene Stromproduktion sowohl, dass die Energiekosten planbarer werden, aber auch, dass man weniger von schwankenden Marktpreisen abhängig ist. Gleichzeitig steigt die Versorgungssicherheit.„Für uns war die Anschaffung der Photovoltaik-Anlage eine Investition in die Zukunft“, sind sich Werner Perlinger und seine Söhne Patrick und Lukas Haider einig. Und es wird weiter investiert: In naher Zukunft will Perlinger Gemüse nämlich weiter ausbauen.

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