Mo, 19. November 2018

Nationalfeiertag

26.10.2018 16:59

Bundeskanzler Kurz: „Glaubt weiter an unser Land!“

Österreich feierte am Freitag den Nationalfeiertag - und damit die immerwährende Neutralität, die der Nationalrat am 26. Oktober 1955 beschlossen hat. Bundeskanzler Sebastian Kurz bedankte sich in seiner Rede vor der Angelobung von 1021 Rekruten am Wiener Heldenplatz bei allen, die „dafür verantwortlich sind, dass Österreich das schönste Land der Welt ist“. Wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der sagte: „Nur gemeinsam sind wir stark“, hob er die Notwendigkeit des Zusammenhalts hervor und bat, „an unser Land zu glauben und es zusammenzuhalten - damit wir auch in Zukunft noch in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben können“.

Bereits in einem Video, das im Vorfeld der Feierlichkeiten am Freitagvormittag auf Facebook veröffentlicht wurde, sagte Kurz, er möchte sich bei der Generation bedanken, die nach dem Zweiten Weltkrieg „unser Land wieder aufgebaut hat. Und ich möchte Ihnen allen danken, allen Österreicherinnen und Österreichern, die tagtäglich ihren Beitrag leisten - im Beruf, in der Familie und im Ehrenamt - und unser Land so zu dem machen, was es ist“. Die Bundesregierung im Gegenzug bemühe sich, ihren „Beitrag zu leisten“ - unter anderem im Kampf gegen illegale Migration sowie für einen starken Wirtschaftsstandort.

Traditionelle Kranzniederlegungen der Staatsspitze
Die offiziellen Feierlichkeiten begannen mit dem Abschreiten der Ehrenkompanie der Garde durch Oberbefehlshaber und Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) und Generalstabschef Robert Brieger. Im Anschluss legten sie Kränze beim Denkmal für die Freiheitskämpfer sowie bei der Gedenktafel für verunglückte und gefallene Soldaten nieder. Dieses Prozedere wiederholte sich wenig später mit der Bundesregierung mit Bundeskanzler Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) an vorderster Front.

Die Angelobung von 1021 Rekruten ging in Anwesenheit von Oberbefehlshaber Van der Bellen und Kanzler Kurz vonstatten. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, Verteidigungsminister Kunasek, Vizekanzler Strache, Bundeskanzler Kurz und Bundespräsident Van der Bellen hielten vor der Gelöbnisformel ihre Reden. Während Kunasek vor allem betonte, dass Österreich ein Bundesheer brauche, das für Sicherheit sorgen könne, hoben Bundeskanzler und Bundespräsident die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Zusammenhaltes hervor.

„An Österreich glauben und es auch zusammenhalten“
Kurz führte in seiner Rede aus, was er bereits in seinem Facebook-Video angesprochen hatte: den Dank an alle Österreicher, vor allem an jene, die das Land nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut hatten. Er bat die Österreicher, weiterhin an das Land zu glauben und es zusammenzuhalten. Van der Bellen erinnerte auch an das politische Scheitern, an autoritäre Herrschaft, den zerstörerischen Zweiten Weltkrieg und die „unsagbaren Grausamkeiten des Holocaust“ in der Vergangenheit. Die Erfolgsgeschichte der Republik habe erst nach 1945 begonnen, Voraussetzung dafür sei der gesellschaftliche Zusammenhalt gewesen. „Nur gemeinsam sind wir stark“, so der Bundespräsident.

Hier können Sie sich die gesamte Angelobung samt der Reden der Staatsspitze in voller Länge ansehen:

Kurz empfing dann erstmals als Hausherr im Bundeskanzleramt die interessierte Bevölkerung und stand für Selfies zur Verfügung.

Umfangreiches Programm für Groß und Klein
Auch viele andere Häuser öffneten ihre Tore: Von der Präsidentschaftskanzlei über das Parlaments-Ausweichquartier, den Justizpalast und den Verfassungsgerichtshof bis zur Nationalbibliothek, wird ein umfangreiches Programm geboten. Das Innenministerium lud zum „Tag der offenen Tür“. Das Bundesheer zeigte sein Gerät vom Hubschrauber bis zum Panzer an mehreren Standorten in der Wiener Innenstadt, und heuer auch in Graz.

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