Besuch in Lebring

Herzstück der Feuerwehr wickelt 50.000 Einsätze ab

Steiermark
23.10.2018 07:59
Porträt von Alexander Petritsch
Von Alexander Petritsch

Ein Tag mit hoher Symbolkraft: Am Montag war der Mariazeller Reinhard Leichtfried 122 Tage (Notrufnummer!) als Landesfeuerwehrkommandant in Amt und Würden. Ein Grund für die „Steirerkrone“, dem Oberhaupt und seinen Kameraden in der Landesleitzentrale in Lebring bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

Rumms! Wir stehen gerade in der Einsatzleitstelle, dem Herzstück der Zentrale, als um Ruhe gebeten wird. Einer der drei im Dienst befindlichen Disponenten bekommt die aktuelle Info herein, dass auf der Autobahn-Abfahrt Graz-Ost ein Unfall passiert ist, eine Person soll eingeklemmt sein. Binnen weniger Minuten werden vier umliegende Feuerwehren informiert, auf den Verkehrskameras der Asfinag kann man mitverfolgen, wie schnell sich vor der Unfallstelle ein Stau bildet und wie sich die Einsatzkräfte einen Weg durch die zahlreichen Fahrzeuge bahnen.

Fast 2000 Menschen gerettet
Eines ist rasch erkennbar: Hier sitzt jeder Handgriff, „obwohl sich bei uns von der einen auf die andere Sekunde alles ändern kann und die Telefone, wie bei Hochwasser-Situationen, schnell heißlaufen können“, erzählt der Abteilungsleiter Heinz Reinbacher. Die beeindruckenden Zahlen: 51.155 Einsätze wurden über die Zentrale (und mit Unterstützung der Bezirksleitstellen) im Jahr 2017 abgewickelt, 1928 Menschen und 1633 Tiere gerettet.

Über fünf Millionen Euro investiert
An Freiraum und Übungsfläche mangelt es den Mitarbeitern auf dem 15 Hektar großen Gelände in Lebring nicht: Schulungsräume, Duschen, Umkleiden, Atemschutz- und Funkwerkstätte wie auch das Archiv befinden sich in dem im Mai eröffneten Zubau. Investiert wurden über fünf Millionen Euro, damit die steirischen Wehren bei Einsätzen bestens ausgerüstet sind.

Große Übung in Feldbach
Wie gut sie in Extremsituationen wirklich sind, davon kann sich die Bevölkerung am Samstag gleich selbst ein Bild machen: 700 Kameraden aus Feldbach, Weiz und Fürstenfeld nehmen nämlich an einer groß angelegten Katastrophenübung in Feldbach teil. Rund 100 Fahrzeuge werden vor Ort sein. Die Ausgangssituation für die Übung ist kein Geheimnis: Ein schweres Unwetter zieht über die Region. Was genau die Einsatzkräfte bei den unterschiedlichen Szenarien laut Drehbuch erwarten wird, bleibt jedoch für alle Beteiligten eine noch geheime Überraschung.

Ein Interview mit dem Landesfeuerwehrkommandanten Reinhard Leichtfried lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der „Steirerkrone“. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Steiermark
23.10.2018 07:59
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Steiermark
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt