So, 21. Oktober 2018

Erneut KH-Nord-Skandal

05.10.2018 11:39

Externe Krisenberatung verschlang 860.000 Euro!

Fast kein Tag vergeht ohne Hiobsbotschaft rund um das skandalumwitterte KH Nord in Wien. In der Beantwortung einer NEOS-Gemeinderatsanfrage ließ nun Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) wissen: Im Bereich der Kommunikation und der Krisenkommunikation berappte der Krankenanstaltenverbund (KAV) für externe Beratungsleistungen bisher rund 860.000 Euro!

Laut Hacker seien beim Krankenhaus Nord seit 2008 insgesamt „41 Aufträge für Krisenkommunikation“ vergeben worden. Wie er in seinem Antwortschreiben an NEOS-Wien-Klubchef Christoph Wiederkehr erklärt, seien dabei „vom Krankenanstaltenverbund drei Unternehmen mit einem Nettoauftragsvolumen von in Summe EUR 858.368,-- unter Einhaltung des Bundesvergabegesetzes in der jeweils gültigen Fassung beauftragt“ worden.

„Steuergeldverschwendung par excellence“
Wiederkehr kann dies nicht nachvollziehen und zeigte sich am Freitag empört: „Trotz gut aufgestellter Kommunikationsteams im Krankenanstaltenverbund, im Stadtratsbüro und auch im Presseinformationsdienst der Stadt Wien sind Hunderttausende Euro für externe Kommunikationsleistungen rund um den Bau eines Krankenhauses aufgewendet worden. Das ist Steuergeldverschwendung par excellence und zeigt, wie sorglos hier mit externen Beratungskosten umgegangen wurde.“

Acht Millionen für Juristen außer Haus
Bereits im August hatten die NEOS aufgedeckt, dass beim Krankenanstaltenverbund in zehn Jahren acht Millionen Euro an Juristen außer Haus geflossen waren - und das obwohl der KAV eine eigene Rechtsabteilung hat. Mittlerweile deckt die U-Kommission zum KH Nord laufend neue Ungereimtheiten auf.

 krone.at
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