Do, 27. Juni 2019
29.09.2018 18:54

Bittere Pleite

0:2! Rapid wird daheim von St. Pölten gedemütigt

Die Krise des SK Rapid ist noch einmal bedeutend dramatischer geworden - weil der SKN St. Pölten mit einem 2:0-Sieg alle drei Zähler aus Wien mitgenommen hat! Für Rapid und Trainer Goran Djuricin, der unmittelbar nach der Partie gefeuert wurde, war es die vierte Niederlage im neunten Saison-Spiel. Während St. Pölten mit 20 Punkten - ebenso viele wie in der gesamten vorherigen Saison - vorerst auf Rang zwei vorstieß, ist Rapid weiter Siebenter. Der ehemalige Rapid-Stürmer Rene Gartler traf in der 44. Minute mit seinem sechsten Saisontor zur Pausenführung für die Niederösterreicher. Husein Balic besorgte mit seinem Treffer in der 64. Minute dann die Vorentscheidung. Rapid spielte nach einer Gelb-Roten Karte für Andrej Ivan (59.) da schon zu zehnt.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Rapid benötigte unbedingt ein Erfolgserlebnis, um die Stimmungslage im grün-weißen Lager positiver werden zu lassen. St. Pölten reiste mit nur einer Niederlage in saisonübergreifend 15 Pflicht-Spielen indes selbstbewusst an. Die Hausherren waren vor 15.800 Zuschauern feldüberlegen, hatten aber keine Ideen, die wie erwartet aus einer kompakten Defensivformation agierende Elf von Dietmar Kühbauer zu knacken. Die ersten 20 Minuten verliefen auch deshalb ruhig, weil der Block West die verbale Unterstützung vorerst einstellte. Unmutsäußerungen gegen Djuricin blieben aber aus.

Ganz oben im VIDEO sehen Sie, wie die Rapid-Fans mit einem 15-minütigen Stimmungsboykott in die Partie gestartet waren!

Beide Mannschaften waren in der Offensive vorerst kaum vorhanden, Rapid immerhin aus Standardsituationen gefährlich. Mert Müldür war nach einem Eckball per Kopf zur Stelle, Christoph Riegler im SKN-Gehäuse parierte bravourös (20.). Deni Alar platzierte seinen Kopfball nach einer Flanke dann zu zentral (32.). Von St. Pölten war zunächst nur ein Volley von Pak Kwang-Ryong zu verzeichnen. Als die Partie schon auf ein 0:0 zur Pause zusteuerte, war Gartler plötzlich da. Der 32-Jährige kam nach Doppelpass mit Robert Ljubicic im Strafraum an den Ball, seine scharfe Hereingabe schlug sich Richard Strebinger ins eigene Tor.

Mit dem Halbzeitpfiff vom Schiri kamen Pfiffe von den Rängen, Rapid musste zulegen. Ivan hätte unmittelbar nach Wieder-Ankick ausgleichen können, der Abschluss des Rumänen nach einem Eckball missglückte aber völlig. Die Wiener agierten in ihrem Vorwärtsdrang aber mit zu viel Risiko und offenbarten große Lücken bei Gegenstößen. Pak scheiterte zunächst an Strebinger, der auch bei einem Abschluss des aufgerückten Manuel Haas Probleme hatte. Kühbauer brachte mit Balic anstelle von Gartler einen schnellen Mann - ein Wechsel, der sich lohnen sollte.

Der durchbrechende Stürmer zwang Ivan zunächst zu einer Notbremse, für Rapids Offensivmann war die Partie damit zu Ende. Fünf Minuten später war die Niederlage der Hütteldorfer praktisch besiegelt. Nach Ballverlust von Alar in der Folge ideal bedient zog Balic auf und davon und agierte eiskalt. Rapid konnte danach nicht mehr zulegen. Dejan Ljubicic schoss bei einer der wenigen gelungenen Aktionen knapp am Tor vorbei (82.).

Das Ergebnis:
SK Rapid Wien - SKN St. Pölten 0:2 (0:1)
Wien, Allianz Stadion, 15.800 Zuschauer, SR Schörgenhofer
Tore: 0:1 (44.) R. Gartler, 0:2 (64.) Balic
Gelb-Rote Karte: Ivan (59./wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten: Müldür, D. Ljubicic bzw. Drescher
Rapid: Strebinger - Müldür (86. Berisha), Sonnleitner, Barac, Potzmann - D. Ljubicic, Schwab - Murg, Knasmüllner (59. Pavlovic), Ivan - Alar (72. Kostic)
St. Pölten: Riegler - Ingolitsch, Meisl, Luan, Drescher, Haas - Fountas (79. Luxbacher), Mislov, R. Ljubicic (90. Hofbauer) - Pak, R. Gartler (57. Balic)

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