Fr, 19. Oktober 2018

Kritik an Kerns Abgang

19.09.2018 14:49

Vranitzky: „Mich erfasst ein großes Entsetzen“

Der ehemalige SPÖ-Chef und frühere Bundeskanzler Franz Vranitzky übt scharfe Kritik an der Art und Weise, wie sein Nachfolger Christian Kern (Videoreportage oben) von der Spitze der Sozialdemokraten abtritt.

„So kann man nicht abtreten“, stellt Vranitzky im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ fest. Ihn erfasse ob der Vorgänge innerhalb der Partei „großes Entsetzen“.

Verschiebung des Parteitags „unvermeidlich“
Den Parteitag in den November zu verschieben, war für den 80-Jährigen „unvermeidbar“, schließlich sei es nicht möglich, „innerhalb von 48 Stunden einen neuen Vorsitzenden zu finden, der von einer breiten Basis unterstützt wird“.

Vranitzky fordert, dass das Selbstbewusstsein der Partei nun wiederhergestellt wird. Es brauche eine „klare Definition der Oppositionsarbeit“, die SPÖ müsse klar signalisieren, „dass nur sie eine echte Feuermauer gegen den Rechtsruck in Österreich ist“.

„Volle Konzentration auf Europawahl 2019“
Ein zweiter wichtiger Punkt ist für den Alt-Kanzler die EU-Wahl im Mai 2019. Kern trage nun „eine zentrale Mitverantwortung“, die „Kampagnenfähigkeit“ der Partei wiederherzustellen. Angesprochen auf die Art und Weise des Abgangs stellt er zwar fest, dass man persönliche Entscheidungen immer akzeptieren müsse, aber: „So kann man sich nicht verhalten.“

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.