03.09.2018 08:44 |

Kein Rücktritt

Sexistischer Skandal-Tweet gegen Staatssekretärin

Efgani Dönmez, Nationalratsabgeordneter der ÖVP, hat auf Twitter für einen unglaublichen Affront gesorgt. Nachdem der Kölner Aktivist Ali Utlu auf Twitter die Staatssekretärin Sawsan Chebli attackierte und die Frage stellte, „wie sie jemals Staatssekretärin werden konnte“, kommentiere Dönmez den Tweet mit folgenden Worten: „Schau dir mal ihre Knie an, vielleicht findest du ja eine Antwort.“ Derart offen zur Schau getragener Sexismus sorgte nicht nur für einen Shitstorm, auch die ÖVP, für die Dönmez im Parlament sitzt, meldete sich bereits zu Wort. 

Dönmez, der im Juli 2017 vom jetzigen Bundeskanzler Sebastian Kurz selbst als neues Parteimitglied der ÖVP vorgestellt worden war, sieht sich nun mit Rücktrittsaufforderungen konfrontiert. „Schauen Sie sich mal in den Spiegel, Herr Dönmez, vielleicht finden Sie da Ihren #Rücktrittsgrund“, hieß es da beispielsweise. „Primitiv und widerlich“ waren andere Adjektive, die für Dönmez‘ Kommentar gefunden wurden. 

Nehammer: „Dönmez wird sich entschuldigen“
Mittlerweile hat sich auch Karl Nehammer, Generalsekretär der ÖVP, eingeschaltet. Gegenüber der „Krone“ sagte er: „Dönmez wird sich entschuldigen, keine Frage.“ Das weitere Vorgehen werde man noch besprechen. Doch auch wenn Dönmez von der Partei ausgeschlossen werden würde, bliebe er als wilder Abgeordneter im Nationalrat.

Dönmez selbst erklärte via Twitter, er habe „niemals die Absicht gehabt, Frau Chebli wegen ihres Geschlechts oder politischen Parteizugehörigkeit zu diffamieren“: „Wenn dies so aufgefasst wurde entschuldige ich mich aufrichtig dafür.“ Nicht die Herkunft oder das Geschlecht stehe zur Diskussion, sondern die Einstellung. So würde Chebli, die für die SPD im Bundestag sitzt, mit ihrer Politik „seit Jahren direkt und indirekt reaktionäre Muslimverbände unterstützen“.

Später zeigte er sich - zumindest auf Twitter - einsichtig: „Das war ein Moment der Schwäche, absolut falsch von mir und dafür entschuldige mich bei ihr aufrichtig und bei allen, die sich dadurch verletzt fühlen.“

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