Mo, 20. August 2018

Mutter fand toten Sohn

12.08.2018 06:30

Sturz mit Mofa: Philipp starb 500 Meter vorm Ziel

Eine Tragödie, die schlimmer nicht sein könnte: Der 17-jährige Philipp P. aus Heiligenberg verunglückte - wie berichtet - Freitagfrüh nur 500 Meter vorm Ziel, seinem Arbeitsplatz, in Peuerbach tödlich mit seinem Moped. Die Mutter fand ihren Sohn Stunden später tot im Bach, sein Chef fuhr sogar am Unfallort vorbei.

Erst vor kurzem schloss Philipp P. die Landwirtschaftsschule in Waizenkirchen ab, am 1. August begann dann der Ernst des Lebens für den 17-Jährigen: Eine Lehre bei der Firma Pühringer Landmaschinenbau in Peuerbach.

Nur 2 Kilometer in die Arbeit
Die Lehrstelle schien perfekt zu sein, nur zwei Kilometer weit musste der 17-Jährige in die Arbeit fahren - mit dem Moped kein Problem! Doch genau diese kurze Strecke wurde ihm schlussendlich zum Verhängnis.

Chef war froh über Lehrling
„Er war ein ganz lieber, braver Bub. Heutzutage ist es nicht mehr so einfach, einen Lehrling zu finden. Da waren wir sehr froh, dass der Philipp bei uns angefangen hat“, zeigt sich sein Chef Alois Pühringer (57) erschüttert. Nur 500 Meter fehlten ihm an diesem schicksalhaften Morgen zu seiner neuen Lehrstelle. „Bei uns kommt das öfter vor, dass mal jemand nicht pünktlich oder gar nicht zur Arbeit kommt. Da hat sich dann vor lauter Stress keiner Gedanken gemacht, wieso der Philipp noch nicht da ist“, so Pühringer weiter.

Mutter fand toten Sohn
Die Mutter und der Stiefvater von Philipp P. wunderten sich jedoch schon, warum der Sohn am Nachmittag nicht nach Hause kam. Bei der Suche dann der grausame Fund: Weil der Mutter eine Spur im Gras auffiel, ging sie zum Bach. Dort fand sie ihren Sohn, der dort seit 7 Uhr Früh leblos lag.

Freunde erschüttert
Tief betroffen nach dem Unglück sind auch die Freunde des 17-Jährigen. Ein 15-Jähriger erzählt: „Das war bereits der zweite Freund, den ich wegen eines Mopedunfalls verloren habe. Ich überlege jetzt, ob ich mein Moped verkaufe.“

Unfallursache unklar
Ein Hobby von Philipp P. war das Motocross-Fahren. Die Liebe zu Motoren wurde ihm nun zum Verhängnis. Die Unfallursache ist unklar. „Auf der Straße war nicht mal eine Bremsspur zu sehen“, sagt sein Chef: „Ich hätte ihm aber nicht helfen können - er war auf der Stelle tot.“

 krone.at
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