Ölsperren errichtet

Strem nahe Güssing durch 3.000 Liter Diesel verunreinigt

Burgenland
28.11.2009 11:07
Nach Reinigungsarbeiten in einer Ölmühle sind rund 3.000 Liter verdünnter Biodiesel im nahen Fernwärmewerk über Hackschnitzel geschüttet worden. Via Kanal floss das Gemisch jedoch in die Strem und färbte das Wasser des Baches rot ein. Die Feuerwehr musste Sperren errichten. Erst Samstagmittag konnte Entwarnung gegeben werden.

Tags zuvor waren in der Ölmühle Plastikbehälter gesäubert worden. Die flüssigen Rückstände, ein Gemisch aus Biodiesel und Wasser, wurden anschließend per Tankwagen zum Lagerplatz des Fernwärmewerkes transportiert und dort über einen Haufen Holzhackschnitzel geschüttet. Fast 3.000 Liter flossen jedoch über den Kanal in die Strem. Kurz darauf verfärbte sich der Bach nahe dem Aktivpark rot. Umweltalarm wurde ausgelöst.

Mit 20 Freiwilligen rückte die Stadtfeuerwehr Güssing an. Auf Anordnung der Behörde mussten sofort Ölsperren errichtet und der gebundene Treibstoff abgeschöpft werden. Am Samstag gab es Entwarnung. "Bei einem stehenden Gewässer wären die Folgen für die Umwelt weit dramatischer gewesen. So dürfte sich der Schaden aber in Grenzen halten, Fischsterben wurde keines beobachtet", erklärt die Polizei.

von Karl Grammer, Kronen Zeitung
Symbolbild

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