Di, 25. September 2018

Wegen Asylpolitik

20.06.2018 12:47

„Junger Metternich“: SPD-Politiker attackiert Kurz

Scharfe Kritik am österreichisch-bayrischen Schulterschluss in der Flüchtlingspolitik zwischen Kanzler Sebastian Kurz und Ministerpräsident Markus Söder kommt aus den Reihen der deutschen SPD. „Söder und Spahn himmeln den ,jungen Metternich‘ Sebastian Kurz an“, schrieb der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach am Mittwoch auf Twitter mit Blick auf Söder und den unionsinternen Angela-Merkel-Gegenspieler Jens Spahn aus der CDU.

Clemens Wenzel Fürst von Metternich (ab 1813 Fürst Metternich) war von 1809 und bis zum Ausbruch der Revolution im März 1848 Außenminister und ab 1821 auch Staatskanzler im Kaisertum Österreich. In dieser Zeit galt er als einer der führenden Staatsmänner Europas und spielte vor allem auf dem Wiener Kongress 1814/1815 eine führende Rolle bei der politischen und territorialen Neuordnung Europas.

Metternich erwirkte zum Beispiel auch den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund. Er regierte antiliberal und absolutistisch in einem vom Kaiser legitimierten Polizeistaat, der sich zur Unterdrückung freier Meinungsäußerung eines Spitzelwesens und strenger Zensur bediente. Nach dem monarchistischen Prinzip bekämpfte Metternich auch nationale Strömungen. Seine Politik wurde von vielen anderen Staaten des Deutschen Bundes übernommen.

„Im Gegensatz zu Österreich leben wir vom Export“
Söder und Kurz hatten zuvor anlässlich eines Treffens ihrer beiden Regierungen in Linz ihren völligen Gleichklang in der Flüchtlingspolitik betont. „Europa ist für diese Leute nur eine Quasselbude“, kritisierte Lauterbach, der Söder und dem CDU-Minister Spahn vorwarf, so wie Kurz eine Koalition mit „Rechtsnationalen“ wie der AfD bilden zu wollen. „Im Gegensatz zu Österreich leben wir vom Export, zu 70 Prozent in Europa“, fügte Lauterbach hinzu.

Die CSU fordert derzeit die deutsche Kanzlerin Angela Merkel mit der ultimativen Forderung, Flüchtlinge an den deutschen Grenzen abzuweisen, heraus. Der absehbare Bruch der Koalition wurde am Montag bis Ende Juni vertagt. Merkel soll bis dahin mit bilateralen Abkommen eine Art europäische Lösung in der Flüchtlingspolitik zimmern.

Neue Regierungskoalition mit Duldung der AfD?
Sollte Merkel stürzen, wird in Deutschland schon heftig über eine bürgerliche Regierungskoalition mit Duldung der AfD spekuliert. Diese hatte sich nach der Bundestagswahl im vergangenen September dazu bereit erklärt, eine Regierung von Union und FDP zu stützen, wenn diese nicht von Merkel geführt wird.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Nichts zu bedauern“
Erdogan lobt Özil für Rücktritt aus Nationalteam
Fußball International
In Minute 87
1:1 - Bayern verschenken Sieg gegen Augsburg
Fußball International
5:6 n.V in Innsbruck
Meister Red Bull Salzburg bleibt sieglos
Eishockey
Gegen Ingolstadt
Louis Schaub bereitet Kölns 2:1-Siegtor vor
Fußball International
Historischer Treffer
Harnik-Ferserltor bei Bremens 3:1 gegen Hertha
Fußball International
Altach siegt 2:1
WAC mit lockerem 4:0 ins Cup-Achtelfinale
Fußball National
4 Aktivisten im Finale
Russen stoppten 170 Flitzer während der WM
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.