Mi, 19. Dezember 2018

Eishockey-WM

06.05.2018 14:28

7:0! Russland fegt Österreich vom Eis

Der zweite Auftritt Östereichs bei der Eishockey-A-WM in Kopenhagen endete in einer Abfuhr: Das russische Star-Ensemble um Altstar Pawel Dazjuk zeigte dem Aufsteiger ganz klar die Grenzen auf, landete, ohne dabei glänzen zu müssen, ein 7:0-Schützenfest.

Österreich startete wie angekündigt mit Madlener im Tor, der so zu seinem WM-Debüt kam - aber auch ohne Lukas Haudum: Der Stürmer hatte im Schweiz-Spiel einen Schuss geblockt, eine Blessur davon getragen, wurde daher fürs Russland-Spiel geschont. Teamchef Bader bot deshalb nur elf Stürmer auf, stellte Woger in die Linie zu Rauchenwald und Zwerger. Für den verletzten Steven Strong ruckte Patrick Peter in den Kader.

Unter Dauerbeschuss
Im Spiel selbst stand Madlener wie erwartet von Start weg unter Beschuss, allein im ersten Drittel feuerten die Russen 17-mal auf sein Tor. Und hatten mit drei Versuchen binnen 3:45 Minuten Erfolg: Beim 1:0 verteidigte Grigorenko in einem schnellen Konter gegen Heinrich und Hofer erfolgreich die Scheibe, schloss mit einem präzisen Schuss erfolgreich ab (10.). Vorm 2:0 klärte Madlener erst gegen Buchnewitsch, Ansimiow stocherte aber im Nachsetzen die Scheibe über die Linie (12.). Und der dritte Treffer, erzielt von Barabanow, fiel in die Kategorie haltbar (14.).

So war die Partie früh entschieden, fand Österreich im ersten Abschnitt durch Schneider (8.) und Schmunig (14.) Ansätze von Möglichkeiten vor. So auch im Mitteldrittel, als Lebler (22.), Komarek (24.) und Hundertpfund (38.) mit ihren Versuchen scheiterten.

Während die Russen das Tempo etwas drosselten, sich mit zehn Schüssen auf Madlener benügten und dennoch zu drei weiteren Treffern kamen. Grigorenko umkurvte nach Anisimow-Zuspiel Madlener, erhöhte auf 4:0 (24.). In der 30. Minute kam Kaprisow zu seinem dritten Tor bei diesem Turnier, ehe Mamim durch die Beine von Madlener das halbe Dutzend voll machte (38.).

Mit Raffl gegen die Slowakei
Im Schlussdrittel setzte Mikhejew nach einem weiteren raschen Konterstoß und einem Schuss ins kurze Eck den Schlusspunkt (54.) zum 7:0 - die Schlusssirene kam auch durchaus einer Erlösung gleich. Am sonntagabend trifft NHL-Legionär Michael Raffl in Kopenhagen ein, der Philadelphia-Stürmer nimmt am Montag das Training auf und kommt am Dienstag (16.15 Uhr) gegen die Slowakei erstmals zum Einsatz.

Christian Reichel, Kronen Zeitung

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