„Untergegangen“

Salzburg-Wahldebakel: Grünen-Chefin nimmt den Hut

Österreich
22.04.2018 19:42

Die grüne Spitzenkandidatin Astrid Rössler hat in einer ersten Stellungnahme nach der Landtagswahl am Sonntag von einem desaströsen Ergebnis gesprochen. „Das ist ein schwarzer Tag für die Grünen in Salzburg“, sagte sie. Sie werde nach dem schlechten Ergebnis als Konsequenz dem Parteivorstand ihren Rücktritt anbieten.

„Meine persönliche Enttäuschung ist grenzenlos. Ich möchte dem Landeshauptmann aber zuerst zum guten Ergebnis gratulieren.“ Die Salzburger Grünen hätten zwar das zweitbeste Ergebnis in ihrer Geschichte erzielt. „Trotzdem gibt es nichts zu beschönigen. Wir sind mit wehenden Fahnen untergegangen.“

„Steht Haslauer zu, Partner zu suchen“
 
Noch nicht äußern wollte sie sich zu einer Verlängerung der Koalition mit der ÖVP. „Ich möchte einmal das Endergebnis und die nächsten Tage abwarten. Es steht Haslauer zu, einen Partner zu suchen.“

Astrid Rössler von den Salzburger Grünen (Bild: APA/Barbara Gindl)
Astrid Rössler von den Salzburger Grünen

Bei der ÖVP herrscht naturgemäß Freude: ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer sah auf ATV einen „großartigen Tag für Wilfried Haslauer und sein Team“ und einen „wunderbaren Vertrauensvorschuss der Wähler“.

Kurz: „Großartiger Wahlsieg“
 
Auch sei das Ergebnis eine „schöne Bestätigung“ des „neuen Stils“ von Kanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz. Dieser sprach von einem „großartigen Wahlsieg von Wilfried Haslauer“, dem er „von ganzem Herzen gratuliere“. Salzburg habe sich für die “Fortsetzung von sachlicher Politik" entschieden, meinte Kurz am Sonntag in einem schriftlichen Statement gegenüber der APA.

(Bild: APA/Franz Neumayr)

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher hat nach den ersten Prognosen eher nichts zu feiern. Er sah ein lachendes und ein weinendes Auge - man dürfte Platz zwei halten, aber es gebe kein Stimmenplus. Personalfragen würden in der SPÖ in Gremien diskutiert und nicht übers Fernsehen, wollte er sich keine Antwort entlocken lassen, ob es personelle Konsequenzen geben wird. Spitzenkandidat Walter Steidl habe aber die gesamte Partei in Salzburg wieder konsolidiert.

„Die Richtung stimmt“, freute sich FPÖ-Klubchef Johann Gudenus über das Plus in Salzburg. „Es gibt Grund zur Freude.“ Offensichtlich genieße auch die Bundesregierung ein großes Vertrauen, wie man bei allen vier Landtagswahlen heuer gesehen habe, so Gudenus. Allzu überschwänglich dürften die freiheitlichen Feiern aber nicht ausfallen, ist der Stimmenzuwachs doch eher gering ausgefallen.

(Bild: APA/Franz Neumayr)

Die NEOS schafften beim ersten Antreten den Einzug in den Salzburger Landtag und dürfen sich über zumindest zwei Mandate freuen. NEOS-Generalsekretär Nick Donig betonte, man habe das Ziel, in den Landtag einzuziehen, erreicht. Unterm Strich sei es ein „schönes Ergebnis“.

„Dann gehe ich Besen fressen und am nächsten Tag arbeiten“
Nicht so gut sieht es für die FPS unter der Führung von Karl Schnell aus. Auf die Frage, wie es nun weitergehe, wenn die FPS unter fünf Prozent bleibt, meinte Schnell. „Dann gehe ich Besen fressen und am nächsten Tag arbeiten. Den Besen werde ich daheim essen. Ich habe einen guten Freund, der macht mir einen Besen aus einer guten Torte.“ Im Wahlkampf hatte Schnell mehrmals siegessicher betont, er werde einen Besen fressen, falls er nicht in den Landtag einziehen werde.

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