Di, 11. Dezember 2018

Jetzt U-Kommission

20.03.2018 16:46

Letzte Gnadenfrist für SPÖ-Stadträtin bis 14. Mai?

Genug ist genug. Nach dem peinlichen Esoterik-Skandal um das Wiener Krankenhaus Nord könnte nun der nächste Kopf rollen: Aus dem Rathaus ist zu vernehmen, dass die jetzige Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) vermutlich nicht mehr dem neuen Regierungsteam angehören wird. Ein starkes Indiz dafür: Der neue Wiener SPÖ-Chef Michael Ludwig kündigte gegenüber der „Krone“ am Dienstagnachmittag die Einsetzung einer Untersuchungskommission zu Wiens Spitälern an.

„Die jüngsten Ereignisse haben mich darin bestärkt, dass wir eine Untersuchungskommission zu Wiens Spitälern einsetzen werden. Unsere Fraktion wird die nötigen Unterschriften dazu aufbringen“, informierte Ludwig die „Krone“.

„Aufklärung und Transparenz“
Die Opposition sei eingeladen, dabei aktiv mitzuarbeiten und auch ihre Fragen einzubringen. Ludwig: „Das ist ein Schritt nach vorne zur Aufklärung und Transparenz.“

Ob der jetzigen Gesundheitsstadträtin Frauenberger noch eine lange politische Karriere bevorstehen wird, lässt Ludwig offen: „Am 14. Mai werde ich mein Personalpaket präsentieren. Dabei werden alle Entwicklungen berücksichtigt sein. Ich will nicht über Einzelpersonen reden, es geht um die Gesamtentwicklung.“

Frauenberger selbst begrüßte die Einsetzung einer Kommission. Diese sei ein wirkungsvolles Instrument der Kontrolle und werde dazu beitragen, dass die Bevölkerung wieder Vertrauen in das „großartige und topmoderne“ Projekt Krankenhaus Nord fassen werde, zeigte sie sich zuversichtlich.

KH-Nord-Beraterin gefeuert
Erst am Dienstagvormittag war der rund um das KH Nord schwer belasteten Beraterin Sylvia Schwarz der Vertrag aufgekündigt worden. Sie soll den „Energie-Schutzring“-Zauber beauftragt haben - und nicht etwa Programmleiterin Susanne L., die den Auftrag gemeinsam mit Schwarz unterschrieben hatte. Der Kollege, der den Vertrag abzeichnete, wurde ebenfalls vom Job abgezogen. Später trat Schwarz auch aus eigenen Stücken als Präsidentin des Obersten Sanitätsrates zurück.

„Bewusstseins-Forscher“ um 95.000 Euro Steuergeld
Vor knapp einer Woche hatte die „Krone“ den Vodoo-Skandal um das unfertige Krankenhaus aufgedeckt. 95.000 Euro Steuergeld hatte ein „Bewusstseins-Forscher“ für einen „Energie-Schutzring“ und „Schwingungserhöhungen“ kassiert. Das Vertrauen der KH-Nord-Führung in das Können der Experten war offenbar groß: Wie Abrechnungen belegen, wurden 35.000 Euro der Gesamtsumme schon vor Beginn der „Schwingungserhöhung“ im Dezember überwiesen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Neues Disziplinproblem
„Skandal-Nudel“ Dembélé verschläft Barca-Training!
Fußball International
Champions League
Liverpools Klopp beschwört „Geister von Anfield“!
Fußball International
„Brauchen Knipser!“
Rapid: Wieso funktionieren die Stürmer hier nicht?
Fußball National
50-Jahr-Jubiläum
Hausbau mit Ytong - immer ein Gewinn!
Bauen & Wohnen
Ermittlung gegen Ärzte
Hätte Italo-Fußballer Astori nicht sterben müssen?
Fußball International
Steine und Holzstücke
Drei Asylwerber ließen Zug beinahe entgleisen
Oberösterreich
„Nieder mit Regierung“
Sozialistische Jugend: Auf Linie mit „Gelbwesten“
Österreich
Erschreckende Bilanz
Heuer bereits 42 Bluttaten an Frauen!
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.