Fr, 25. Mai 2018

Festtags-Tisch

12.01.2012 22:42

Servietten, Gedeck: Tisch decken wie ein Profi

An den Feiertagen sind üppige Festtagsessen im Familien- und Freundeskreis angesagt. Doch auch das beste und liebevollst zusammengestellte Menü kommt nur dann wirklich voll zur Geltung, wenn der Tisch dem festlichen Anlass entsprechend gedeckt ist. Ganz nach dem Motto: Auch das Auge isst mit.

Ein festlich gedeckter Tisch bildet nicht nur für das Essen einen entsprechenden Rahmen, sondern trägt auch ganz allgemein zum entspannten Wohlbefinden der am Tisch versammelten Runde bei.

Beachtet man einige wichtige Grundregeln und Tipps, ist es gar nicht so schwer, im Handumdrehen auch dem privaten Wohnzimmer ein professionelles 3-Hauben-Flair zu verleihen – mit dem Zusatzplus, dass es hier letztlich viel persönlicher und gemütlicher zugeht.

Alles glänzt und glitzert
Im Mittelpunkt jeder festlichen Tafel stehen das Geschirr und die Gläser. Meist wird bei solchen Gelegenheiten das "gute Porzellan" hervorgeholt. Aber Achtung: Geschirr, das längere Zeit nicht gebraucht wird, kann leicht staubig und daher nicht mehr ganz sauber sein.

Tipp: Rechtzeitig (!) das Geschirr überprüfen und gegebenenfalls nochmals durchspülen!

Besonders heikel wird es bei Gläsern: Denn glänzen und glitzern diese, ist bereits ganz von selbst ein wesentlicher Beitrag zum festlichen Ambiente geleistet. Umgekehrt können matte Gläser auf einen Schlag den ganzen Tisch schlampig wirken lassen. Gleiches gilt übrigens für das Besteck.

Einige Tipps für blitzblanke Ergebnisse:

  • Wertvolle Gläser: Immer mit der Hand spülen.
  • Getrennt abspülen: Gläser gesondert in sauberem und lauwarmem (!) Wasser spülen, eine kleine Menge Spülmittel zufügen. Abschließend mit klarem Wasser abspülen, um alle Schaumreste zu entfernen. Gläser kurz abtropfen lassen.
  • Nachpolieren: Gläser sollten stets – auch bei Reinigung in der Spülmaschine – abgetrocknet und nachpoliert werden. Am besten mit einem fusselfreien (Baumwoll-)Geschirrtuch.
  • Besteck: Nach der Reinigung in der Maschine den Dampf kurz abziehen lassen, Besteck herausnehmen, abtrocknen und eventuell ebenfalls nachpolieren.
  • Profi-Tipp: Restaurant-Profis tragen beim Eindecken eines festlichen Tisches stets einen Servierhandschuh. So werden störende Fingerabdrücke auf Gläsern und Besteck vermieden.

Tischlein deck dich!
Tische weisen unterschiedliche Formen auf: eckig, oval oder rund. Jede dieser Tischformen verlangt richtigerweise nach einer eigenen Platzanordnung. So sollten sich bei eckigen Tischen die Personen stets exakt gegenübersitzen. An einem rechteckigen Tisch gibt es die traditionellen "Ehrenplätze" am Kopfende.

Unabhängig von der Form gilt jedoch für alle: Pro Sitzplatz müssen 60 bis 80 Zentimeter berechnet werden, um bequem essen zu können.

Kein Festtagstisch ohne passende Tischwäsche! Lautete früher das strenge Gebot, dass bei besonderen Anlässen nur weiße Tischtücher zum Einsatz kommen dürfen, so geben sich heute auch die strengsten Style-Experten lockerer: Auch pastellige Farbtöne dürfen es sein. Voraussetzung ist allerdings die farbliche Abstimmung mit dem Tischgeschirr.

Bei einer hochwertigen und dekorativen Tischplatte kann auch ohne Tischtuch eingedeckt werden. In diesem Fall werden dann Tischläufer, Mitteldecken oder Deckservietten zur Dekoration meist in der Tafelmitte aufgelegt.

Profi-Tipp für das Tischtuch: Bei größeren Tischrunden verwenden Profis spezielle Tischunterlagen, sogennante Moltons, aus aufgerauter Baumwolle. Dies schützt nicht nur den Tisch doppelt, sondern das Geschirr kann besonders geräuscharm gehandhabt werden. Das Tischtuch darf nicht zu kurz sein, es sollte ca. 25 bis 30 cm an den Tischenden herunterhängen.

Löffel, Messer und Gabel – aber richtig!
Besteht das Essen aus Suppe, Hauptgang und Dessert, so werden die Gabel links vom Platzteller, rechts das Messer und oberhalb des Tellers der Suppen- und Dessertlöffel gelegt. Aber auch die Platzierung des Suppenlöffels rechts neben dem Messer ist richtig. Die Serviette gehört in die Mitte des Platztellers.

Links vom Platzteller wird das Brotteller und das Brotmesser angeordnet, oben rechts Wasser- und sonstige Gläser.

Gibt es neben Suppe und Hauptgang noch ein weiteres Hauptgericht, kommt ebenfalls ein weiteres Besteck auf den Tisch.

Regel: Bestecke werden in der Reihenfolge außen nach innen, Gläser in der Reihenfolge von rechts nach links benützt.

Benütztes Besteck und Geschirr werden unmittelbar nach jedem Gang abgeräumt.

Tipp: Alles nicht so ernst nehmen! Denn auch unter den Profis gibt es heftige Diskussionen über die tatsächlich richtige Anordnung des Bestecks. Im Zweifelsfall so anordnen, wie man es gewohnt ist.

Noch einige Tipps:

  • Servietten: Besonders hübsch machen sich Stoffservietten bei einem festlichen Tisch. Wer sich aber das nachfolgende Waschen und Bügeln ersparen will, kann durchaus zu dickeren Papierservietten greifen. Wer Lust, Zeit und Nerven hat, kann die Servietten auch falten. Im Internet findet man viele Anregungen, die allerdings oft einfacher klingen, als sie es dann in der Praxis tatsächlich sind. Eine ebenso hübsche wie simple Deko sind Serviettenringe, die es in vielen Designs gibt.
  • Kerzen geben dem Festtagstisch das gewisse Extra. Kerzen jedoch nie so hoch wählen und niemals so stellen, dass der Augenkontakt zwischen den Personen am Tisch verhindert wird.
  • Deko: Blumen machen sich als Dekoration an Festtagstischen stets besonders hübsch. Eine für diese Jahreszeit sehr einfache, jedoch umso wirkungsvollere Deko-Idee sind die Blüten des roten Weihnachtssterns (Achtung bei Haustieren – giftig!), die locker über den Tisch verstreut werden.

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