Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Robo-Advisor Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Oftmals bieten Robo-Advisor ihren Kunden eine digitalisierte Vermögensverwaltung auf Fondsbasis an.
  • Robo-Advisor sind Computerprogramme, die in der Regel eine geringe Mindesteinlage fordern. Bei einigen Anbietern ist selbst das nicht unbedingt notwendig.
  • Obwohl die Vermögensverwalter rein digitaler Natur sind und keine persönliche Beratung liefern, können Sie via Telefon oder Chat gewünschten Support erhalten.

Robo-Advisor-Test

Nicht erst seit gestern verlagern sich die unterschiedlichsten Lebensbereiche in die digitale Welt. Wieso sollte man dann nicht auch zwecks Verwaltung des eigenen Vermögens den Gang zur Bank einsparen? Mit einem sogenannten Robo-Advisor werden Ihre persönlichen Finanzen durch eine bestimmten Algorithmus verwaltet. Gleichzeitig werden dem Nutzer Portfolios vorgeschlagen, die zu den jeweiligen finanziellen Verhältnissen sowie der Risikobereitschaft passen. Alles ganz bequem vom heimischen Rechner aus. Zudem ist der Rundumservice eines Robo-Advisors meist auch deutlich günstiger als die Vermögensverwaltung einer klassischen Filialbank.

In unserem Robo-Advisor-Vergleich 2020 bieten wir Ihnen einen Rundumblick über die Möglichkeiten zur Nutzung des digitalen Finanzverwalters. Zudem finden Sie in unserem Ratgeber auf Krone.at eine Kaufberatung, die Sie bei der Wahl Ihres persönlichen Robo-Advisor-Testsiegers unterstützen soll.

1. Was ist ein Robo-Advisor?

Robo-Advisor-Vergleich

Robo-Advisor lassen sich bequem vom Schreibtisch aus für die persönliche Vermögensverwaltung einsetzen.

Bei einem Robo-Advisor handelt es sich um eine automatisierte Finanzberatung, die zu 100 Prozent digital abläuft. Interessierten Kunden werden anhand finanzieller Verhältnisse, der eigenen Risikobereitschaft sowie anhand des Anlageziels geeignete Portfolios vorgeschlagen und zugeteilt.

Zwar lässt sich das Wort “Advisor” als “Berater” übersetzen, dennoch agiert hier kein klassischer Berater in Computergestalt. Vielmehr wird das eigene Vermögen auf Fondsbasis standardisiert und nach bestimmten Algorithmen zugeteilt.

Hinweis: Kenntnisse über EFTS sind beim Robo-Advisor Pflicht. Ebenso sollten Sie sich bei der Verwendung des Robo-Advisors mit Fonds auskennen.

Die meisten Robo-Advisor bieten einen Rundumservice. Hier müssen Sie nur einmal das Geld beim Robo-Advisor anlegen und der Rest passiert automatisch. Es gibt aber auch Anbieter, die einen sogenannten Half-Service-Robo anbieten. Diese Art des Robo-Advisors schichtet Ihr Depot nur dann um, wenn Sie diesem explizit zustimmen. Ziehen Sie eine bequeme Finanzverwaltung vor, empfehlen wir von Krone.at den Full-Service-Robo zu wählen. Möchten Sie bei der Anlage die Kontrolle über Ihre Finanzen behalten, ist der Half-Service-Robo geeignet.

Um einen besseren Überblick zu bekommen, ob ein digitaler Vermögensverwalter aus gängigen Tests im Internet sich für Ihr Vorhaben eignet, haben wir Ihnen noch einmal kurz und knapp die wichtigsten Vor- und Nachteile eines Robo-Advisors zusammengestellt:

    Vorteile
  • erhebliche Zeitersparnis
  • automatische Risikobeurteilung
  • günstigere Gebühren als beim Finanzverwalter
  • niedrige Mindesteinlage
  • nachvollziehbarer Anlageprozess
  • benutzerfreundlich
    Nachteile
  • keine persönliche Beratung
  • bei kleinem Kapital können Kosten die Rendite übersteigen
  • eher für einen langfristigen Vermögensaufbau gedacht

2. Welche Arten von Robo-Advisors gibt es?

Neben der Geldanlage mithilfe eines Robo-Advisors können Sie auch eine Finanzberatung durch einen Vermögensverwalter oder einen Anlageberater in Anspruch nehmen. Ebenso lässt sich das eigene Portfolio mit einem speziellen Beratungstool erstellen und pflegen.

In der folgenden Tabelle haben wir Ihnen die Besonderheiten der drei Robo-Advisor-Typen übersichtlich dargestellt:

Art Besonderheiten
Vermögensverwalter
  • verfügen über eine spezielle Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
  • haben die Erlaubnis Bankgeschäfte zu regeln
  • dürfen ohne Erlaubnis des Mandanten das Portfolio ändern
Anlageberater
  • besitzen eine Erlaubnis zur Finanzanlagenvermittlung (gem. § 34f GewO)
  • jährliche Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer
  • übernehmen keine Haftung für ihre Empfehlungen
Beratungstool
  • unterstützendes Tool zur Erstellung eines Portfolios
  • um die Depotführung muss sich der Nutzer kümmern
  • Anlagenziele lassen sich damit ebenfalls verändern

Fazit: Möchten Sie Ihre Finanzen in professionelle Hände abgeben, eignen sich dafür zwar alle drei Anbieter-Kategorien, dennoch ist hier auch immer der Zeit- sowie Kostenfaktor entscheidend.

Die Vermögensverwaltung ist oftmals sehr kostspielig, bietet aber einen sehr guten Rundumservice. Hier müssen Sie selbst kaum Zeit investieren.

Anders sieht es bei dem Beratungstool aus, welches Sie bei der Zusammenstellung des Portfolios und Wahl des Anlageziels unterstützt, sonst aber von Ihnen begleitet werden muss. Hier ist Zeit und ein wenig Know-how in Sachen Finanzmarkt gefragt.

Der Anlageberater ist ein guter Mittelweg und vor allem für Neulinge geeignet, die sich erst einmal eine fachkundige Meinung einholen möchten.

3. Kaufberatung: Welche Kriterien sind bei der Wahl des Robo-Advisors wichtig?

Vermögensverwalter-Test

Digitale Vermögensverwalter aus verschiedenen Tests im Internet sind oftmals günstiger als die Finanzberatung in einer Filialbank.

Ausschlaggebend für die Wahl des passenden Robo-Advisors sind vor allem die Kosten, die sich aus der Geldanlage ergeben. Viele Anbieter arbeiten mit einer Grundgebühr. Diese ist in den meisten Fällen vom jeweiligen Anlagevolumen abhängig und sollte maximal 1,56 Prozent betragen. Je höher die Geldanlage, desto geringer die Kosten. Beachten Sie zudem die laufenden Kosten für Fonds.

In unserem Robo-Advisor-Vergleich liegen die jährlichen Kosten bei einer Einlage von 10.000 Euro im Schnitt zwischen 24 und 200 Euro. Oft ist sogar eine Mindesteinlage von bis zu 100.000 Euro erforderlich. Hier lohnt es sich definitiv, zu vergleichen.

Ein weiteres Kriterium, welches bei der Wahl des passenden Robo-Advisor-Anbieters wichtig ist, ist das Angebot des Portfolios sowie die Anzahl der Anlagestrategien. Für Einsteiger bieten sich digitale Vermögensverwalter mit fünf bis zehn Strategien an. Beschäftigen Sie sich gerne mit Fonds, EFTS, usw. kann für Sie auch ein Robo-Advisor mit mehr als 23 Strategien infrage kommen.

Damit Sie immer gut informiert sind, sollte Ihr digitaler Vermögensverwalter einen guten Überblick über die konkreten Produkte liefern und Ihnen aufzeigen, wie die einzelnen Depots aufgebaut sind. Hierbei darf eine Einschätzung des potenziellen Risikos keinesfalls vernachlässigt werden.

4. Gibt es einen Robo-Advisor-Test bei der Stiftung Warentest?

Was ist die Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest gilt als bekannteste Stiftung Deutschlands und wird durch staatliche Mittel gefördert. Dies befähigt die Mitarbeiter zu einer objektiven Beurteilung von Waren sowie Dienstleistungen aus allen Lebensbereichen verschiedenster Anbieter. Gegründet wurde die Verbraucherorganisation mit Sitz in Berlin-Tiergarten im Jahr 1964.

Da sich das Geld schon seit einigen Jahren digital über das Internet verwalten lässt, hat auch das deutsche Verbrauchermagazin “Stiftung Warentest” im Robo-Advisor-Test 2018 vierzehn Anbieter unter die Lupe genommen. Anhand eines Musterfalls schnitten innerhalb der gewählten Test-Kategorien für die digitale Finanzverwaltung zwei Robo-Advisor gut, sechs befriedigend, drei ausreichend und drei mangelhaft ab.

Auch in unserem Robo-Advisor-Vergleich finden Sie verschiedene Anbieter mit entsprechendem Robo-Advisor-Portfolio.

Das Testmagazin “Konsument” aus Österreich führt bisher keinen eigenständigen Robo-Advisor-Test.

5. Welche Robo-Advisor-Anbieter gibt es?

Robo-Advisor als digitale Finanzverwaltung

Robo-Advisor sind Computerprogramme, die den Nutzern durch einen Algorithmus geeignete Portfolios anlegen.

Da die Unterschiede innerhalb der einzelnen Anbieter von Robo-Advisor relativ weit auseinander gehen, sollten Sie sich in verschiedenen Tests im Internet genau über die Angebote informieren.

Gleichzeitig empfehlen wir von Krone.at, darauf zu achten, dass die beste Robo-Advisor-Bank österreichische Kunden akzeptiert.

Diese Marken und Hersteller bieten sich als digitale Vermögensverwalter an und sind bei Ihnen besonders beliebt:

  • Ginmon
  • Quirion
  • Scalable Capital
  • Growney
  • Whitebox
  • WeltInvest

Tipp: Da es sich bei einem Robo-Advisor um ein Computerprogramm ohne persönliche Beratung handelt, ist ein Anbieter ratsam, der zusätzlich zum Onlinegeschäft eine Telefonhotline besitzt. Bei Fragen können Sie sich so notfalls an die entsprechende Vermögensverwaltung wenden. Sollte dies der Fall sein, sind die Anbieter in der Regel von 9 bis 19 Uhr telefonisch erreichbar. Ebenso lassen sich viele Robo-Advisor auch via Chat kontaktieren.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Robo-Advisor

Robo-Advisor EFTS

Die digitale Vermögensverwaltung eignet sich hauptsächlich für Nutzer von Robo-Advisor, die sich mit Fonds und EFTS auskennen.

Zusammengefasst sollten Sie darauf achten, dass sich mit dem Robo-Advisor Ihr Geld so anlegen lässt, wie Sie es sich wünschen.

Zum Abschluss unseres Ratgebers haben wir Ihnen noch einmal zwei wichtige Fragen beantwortet, die im Zusammenhang mit einem digitalen Vermögensverwalter häufig gestellt werden.

6.1. Wie funktioniert ein Robo-Advisor?

Grundsätzlich sind einem Robo-Advisor bestimmte Algorithmen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zugrunde gelegt. Das digitale Computerprogramm agiert wie ein klassischer Vermögensverwalter, ist aber deutlich günstiger. Die Kosten für einen Robo-Advisor richten sich oftmals nach dem Anlagevolumen. Es gibt auf dem Markt auch einige Robo-Advisor, die arbeiten ohne Mindestanlage. Möchten Sie mit einem Robo-Advisor einen Sparplan erstellen, sind in der Regel eine Mindestrate sowie eine monatliche Einzahlung notwendig.

Der Robo-Advisor legt aber nicht bloß Geld an und verwaltet es, Ihr gesamtes Portfolio wird überwacht und bei Bedarf umgeschichtet. Dies passiert automatisch. Sie oder eine andere Person müssen in den Prozess nicht eingreifen und keine Zeit investieren.

Wenn Sie in einen Robo-Advisor investieren möchten, müssen Sie oft eine simple Anmeldung durchlaufen. Durch bestimmte Daten, die Sie dem digitalen Vermögensverwalter liefern, wählt der Robo-Advisor passende Anlagestrategien für Sie aus.

Hierfür benötigen die Computerprogramme in der Regel folgende Informationen von Ihnen:

  • Höhe der Anlagesumme
  • Einmalzahlung oder Sparplan gewünscht
  • persönliche Risikobereitschaft

Haben Sie den Anmeldeprozess durchlaufen, legt der Robo-Advisor Ihr Geld in ETFs (Exchange-traded Funds) an. Für diese ETFs berufen sich Robo-Advisor vorwiegend auf Aktien, Staatsanleihen und weitere Wertpapier, die an der Börse gehandelt werden.

6.2. Wie gut sind Robo-Advisor?

Hier stellt sich nicht nur die Frage, wie gut digitale Vermögensberater sind, sondern auch wie es sich mit dem Risiko bei Geldanlage mit Robo-Advisors verhält. Bieten günstige Robo-Advisor ihren Nutzern ausreichend Sicherheit?

Da sich das Computerprogramm an Investmentfonds bedient, die an der Börse gehandelt werden, ist die Rendite Ihrer Anlagesumme von verschiedenen Faktoren abhängig. Um die Sicherheit zu untermauern, agieren in Deutschland viele Robo-Advisors mit sogenannten Partnerbanken, welche der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angeschlossen sind. Das Depot, welches Sie beim Robo-Advisor kaufen, wird bei der Bank angelegt und ist im Insolvenz-Fall geschützt.

Ob ein Robo-Advisor gut ist, hängt zum anderen aber auch von dem Verhältnis von Kosten und Rendite ab. Schließlich lohnt sich der beste Robo-Advisor nicht, wenn die Kosten höher als die Rendite ausfallen. Damit dies nicht der Fall ist, sind die Grundgebühren sowie die Performance-Daten essenziell.

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