Leserbriefe vom
30.11.2025Datum auswählen
Drei Nonnen im Widerstand
Ich bin kein gläubiger Mensch, trotzdem werden mir die drei widerspenstigen Nonnen des Salzburger Klosters Goldenstein, die sich bekanntlich nicht in ein Seniorenheim verfrachten ließen und auf eigene Faust in ihr Kloster zurückkehrten, von Tag zu Tag sympathischer. Obwohl ihr vorgesetzter Propst mit allen Mitteln versuchte, die drei alten Damen von ihrem Vorhaben abzubringen, und ihnen auch noch einen „Vertrag“ vorlegte, der ihr Verbleiben im Kloster sichern sollte, blieben die Nonnen standhaft und lehnten diesen „Knebelvertrag“ unbeeindruckt ab. Ich meine, dass man von diesen betagten Damen viel lernen kann und nicht immer alles in dieser Art hinnehmen muss, wie andere es sich einbilden und vorzugeben versuchen.
Franz Köfel
Zurückhaltung wäre angebracht
Die drei Schwestern sind gerade dabei, meine Sympathie zu verspielen! Sie benehmen sich wie bockige Teenager und haben alles erreicht, was möglich war, aber vom Demutsgelöbnis, das sie einmal abgelegt haben, ist nicht mehr viel zu spüren. Der Propst vom Stift Reichersberg, der die Verwaltung des Schlosses Goldenstein überhat, ist den drei Frauen so weit wie möglich entgegengekommen und hat ihnen das Bleiberecht bescheinigt. Das genügt ihnen nicht, denn sie sollten auch ihre sozialen Kontakte aufgeben, und das ist ja wohl selbverständlich, denn ein Kloster ist keine öffentliche Anstalt, die täglich ihre sozialen Kontakte mit der Welt pflegt. Etwas mehr Zurückhaltung und klösterliche Zurückgezogenheit wäre viel besser als das aufgeregte Verhalten der drei inzwischen weltberühmten Nonnen. Ich befürchte auch, dass sie ganz schlecht beraten werden. Weniger ist mehr!
Josef Blank
Die Politik, der Sargnagel
Wenn man sich so die Leserbriefe der letzten Wochen und Monate ansieht, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass mindestens drei Viertel der Leserbrief-Schreiber mit dem derzeitigen Zustand der Republik unzufrieden sind und mit der Arbeit der Bundesregierung hart ins Gericht gehen. Der Grund: Es wird für den Mittelstand immer schwieriger, durch die enormen Teuerungen den Lebensstandard zu halten. Große Schuld daran hat natürlich die Politik, die es nicht schafft, Steuereinnahmen und die Ausgaben für den Staat bzw. für das Volk so zu steuern, dass ein ausgeglichenes Haushaltsbudget erreicht werden kann. Trotz enorm sprudelnder Steuereinnahmen werden weiterhin neue Schulden gemacht. Seit Jahrzehnten geht es mit diesem Land ständig bergab. Und keine Regierung, auch einige Vorgänger-Regierungen, wagte es, längst notwendige Reformen einzuleiten bzw. umzusetzen. Die Angst vor großen Stimmenverlusten war zu groß. Trotz intensiver Warnungen des Fiskalrates und anderer wirtschaftsnaher Institutionen. Ein rechtzeitiger Blick zum Nachbarn nach Deutschland hätte genügt, um zu sehen, dass eine Dreier-Regierung mit Grünbeteiligung zum Scheitern verurteilt ist. Jetzt und noch einige Jahre mehr muss Deutschland dafür büßen, welchen enormen wirtschaftlichen Schaden diese Koalition angerichtet hat. Die Wirtschaft in Deutschland liegt schon seit Jahren auf dem Boden, die Autoindustrie, einst das Paradestück, schwächelt mehr oder minder dahin. Massenentlassungen waren die Folge. Und wenn Deutschland hustet, hat Österreich eine Lungenentzündung. Und was für Deutschland fast zum wirtschaftlichen Ruin wurde, hat man in Österreich eingeführt. Zuerst die schwarz-türkis/grüne Regierung, in der die Grüne Gewessler wütete und Milliarden verjubelte und glaubte, das Weltklima retten zu müssen. Als Dank hat diese unsägliche Regierung noch einen gewaltigen Schuldenberg hinterlassen. Und jetzt, als Draufgabe sozusagen, wurde dem österreichischen Volk die Dreier-Verlierer-Koalition umgehängt, die um keinen Deut besser regiert, ja noch mehr Geld, das wir sowieso nicht haben, verschleudert. Außenministerin Meinl-Reisinger schließt hier nahtlos an Gewessler an und ist ständig mit dem Geldkoffer weltweit unterwegs. So wie die jetzige Regierung agiert, ist sie gar nicht daran interessiert, die strukturellen Probleme auch nur im Ansatz zu lösen. Die Polit-Elite hat lediglich Interesse daran, in der EU als Vorzeige-Mitglied gut dazustehen und jede noch so österreichfeindliche Politik mitzutragen. Das österreichische Volk ist scheinbar sehr leidensfähig. Die Frage ist nur, wie lange noch. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei den nächsten NR-Wahlen ein noch nie dagewesenes Polit-Erdbeben geben wird.
Herbert Platzer
Internationales Sozialamt
Trump will alle ausweisen, die dem Land keinen Nutzen bringen! Womit er nicht unrecht hat. Es ist schließlich nicht die Aufgabe eines Landes, fehlende soziale Kompetenzen anderer Länder zu übernehmen. Wer einwandert, der sollte dem Gastland einen Nutzen und keinen Schaden/Verlust einbringen, wie in Österreich respektive Deutschland verbreitet üblich. Es gibt Länder, wie z. B. Dubai, wo sich die Menschen richtiggehend darum reißen, dort arbeiten zu dürfen! Bloß in Dubai läuft es schon seit jeher beinhart ab, und keiner klagt darüber. Wer seinen Job verliert oder länger krank wird? Sofort wieder ab durch die Mitte! Undenkbar, dass die Einwanderung dort dem Volk in irgendeiner Form auf der Tasche liegt. Aber uns wird der Status des internationalen Sozialamtes politisch aufs Auge gedrückt, und zwar in einer derart penetranten, grenzdebilen Art und Weise, dass wir nicht mal mehr Schwerverbrecher abschieben können. Unser komplettes System ist krank, schwer krank! Das muss unter diesen Bedingungen den Bach runtergehen, eine völlig logische Konsequenz.
Odo Döschl
„Black Friday“
Trotz der angespannten Wirtschaft freut sich der Handel über Rekordumsätze zu „Black Friday“. Die „Black Friday Week“ und der Extrem-Shopping-Tag animierten viele Kunden einzukaufen. Viele dachten vielleicht schon an Weihnachten und wollen ihre Liebsten mit einem Geschenk überraschen. Bequemlichkeit und Einkaufen rund um die Uhr sind für Kunden leider oft der Grund, Einkäufe im Internet statt in einem Geschäft zu tätigen. Laut Umfragen haben heuer rund 44 Prozent die Schnäppchenjagd zu „Black Friday“ im Internet genutzt. Da immer mehr Menschen auf diese Entwicklung mit Unbehagen reagieren, wird der Einkaufswahnsinn mit extremen Angeboten angeheizt und die breite Masse hat auch heuer wieder mitgemacht. Schuldnerberatungen erwarten Hochsaison, wird doch durch das verlockende Versprechen hoher Prozente nicht nur viel Unnötiges gekauft, sondern auch der eigene Finanzrahmen oft überschritten. Amazon und Co. freuen sich über Umsätze in Milliardenhöhe! Geld, welches der regionalen Wirtschaft fehlt! Steuern für die Umsätze zahlen die Online-Giganten – wenn überhaupt – sicher nicht bei uns. Nutzen wir daher für die Weihnachtseinkäufe das Angebot heimischer Betriebe, welche vermehrt auch die Möglichkeit zum Online-Einkauf bieten und auf Bestellungen hoffen. Die Unterstützung österreichischer Firmen hilft mit, dass Betriebe gestärkt und Arbeitsplätze gesichert werden. Bedenken wir, dass es bei jeder Bestellung unsere Entscheidung ist, ob wir bei österreichischen Firmen bestellen oder nicht. Ein wenig Patriotismus kann nicht schaden!
Mag. Hans Rankl
Advent 2025
Wieder geht ein Jahr zu Ende, Advent zeigt an die große Wende, die Zeit der Stille möge kommen, wird nur langsam wahrgenommen. Zu laut und hektisch ist die Welt, es dreht sich alles nur ums Geld, zur Ruhe kommen, in sich gehen, die Welt mit anderen Augen sehen. Zurück zu mehr Genügsamkeit, zu Achtsamkeit und Einfachheit, Verzicht auf Überfluss tut gut, geh diesen Weg und zeige Mut. Frei und zufrieden wirst du sein, ein Wertewandel stellt sich ein, es zählen wieder andere Sachen, die oftmals große Freude machen. Es sind die vielen Kleinigkeiten, die den Menschen Glück bereiten, sehen, horchen und empfinden, Verstand und Liebe einbinden. An arme, kranke Menschen denken, Hilfe, Zeit und Beistand schenken, dein Herz vor lauter Freude brennt, denn jetzt empfindest du Advent.
Johannes Thallinger
Ukraine korrupt?
Schon vor dem Krieg haben viele Politiker und Kenner der Ukraine die Aussage getroffen, dass die Ukraine samt politischer Führung eines der korruptesten Länder sei und es daher keinen Weg in die EU gebe. Dagegen gesprochen hat Frau von der Leyen und dann wie immer im Chor die EU-Politiker, die meinten, nein, nein, es wurde alles schon viel besser. Was, wie sich zeigt, nicht stimmt. Alle, die diesem Staat Milliarden gegeben haben, obwohl man nicht wusste, wo das Geld hinfließt, sollten politisch wie auch finanziell zur Verantwortung gezogen werden, denn immerhin ist es das Geld der Bürger von den jeweiligen Staaten.
Paul Glattauer
Korruptionsskandal erschüttert Ukraine
Wieder einmal wird die Ukraine von einem Korruptionsskandal erschüttert. Auch wenn der mächtige Stabschef von Präsident Zelenskij mittlerweile zurücktrat, ist bereits viel Vertrauen in die politische Führung verloren gegangen. Ob Zelenskij von allem nichts wusste oder ob er gar selbst betroffen ist, bleibt abzuwarten. Lückenlose Transparenz ist wohl das Mindeste, was man sich jetzt erwarten darf. Bis zur endgültigen Klärung erwarte ich mir, dass weder aus Österreich noch aus Brüssel auch nur ein Cent in die Ukraine fließt.
Ingo Fischer
Anregung
Griechenland hat Europa gezeigt, wie man einen finanziellen Aufstieg aus der Unterliga wieder in die Oberliga bewerkstelligt. Wäre es daher nicht denkbar, unseren unbedarften Politikern einen Griechenland-Urlaub zu finanzieren? Sie könnten sicher einiges lernen und die Urlaubsspesen wären sofort bestens angelegt! Nicht zu vergessen: Frau Außenministerin mit einem Reiseverbot belegen! Das allein würde schon einige Millionen an unnützen Ausgaben einsparen.
Josef Fuhrmann
Gratulation!
Burschen, ihr habt es bewiesen, im Fußball seid ihr wahre Riesen! Hoch motiviert und eingeschworen habt das Finale ihr verloren. Wir sind nun – was ja schließlich zählt – die Zweitbesten von der Welt!
Fred Stöger
Das reicht nicht mehr!
Nach angeblich zähem Ringen und harten Verhandlungen haben sich nun also Bund, Länder und Gemeinden auf den neuen Stabilitätspakt geeinigt. Das große Feilschen um den jeweils zukünftigen Spielraum brachte ein Endresultat von 24 statt bisher 22 Prozent für Länder und Gemeinden und somit 76 Prozent für den Bund. Und das haarsträubende Rätselraten, wie genau unser Land tatsächlich dasteht, ist beendet. Endlich gibt es die längst überfällige Transparenz in Form von monatlich gemeldeten Budgetzahlen an den Bund. Fehlt jetzt also nur noch das Gelbe vom Ei. Also nennenswerte nachhaltige Strukturreformen, die bis jetzt nur angekündigt wurden. Starke Worte und verhallende Ankündigungen reichen schon sehr lange nicht mehr. Es reicht schon lange nicht mehr, bloß Handlungsfähigkeit zu signalisieren, sie muss endlich in die Realität umgesetzt werden. Teuerung, Budget, Wirtschaft, leistbares Leben und Gesundheit lauten unsere größten Probleme. Das Jahr 2026 wird wirklich ein entscheidendes Jahr. Für die Zukunft des Landes, der Bevölkerung und der Politik. Hat die Politik endlich wirklich verstanden?
Christian Stafflinger
Gedanken zur EU
Der EU (Europäischer Untergang) mit ihrem total aufgeblähten sowie unfähigen Beamtenapparat (in jeder Hinsicht) ist es in zehn Jahren mit ihren idiotischen, nicht nachvollziehbaren Verordnungen gelungen, alles zu vernichten, was unsere Vorfahren mühsam und mit gewaltigen Entbehrungen in sechzig Jahren aufgebaut haben!
Wolfgang Langthaler
BK Stocker will Energiepreise senken
Das ist ein Treppenwitz der Energiepreis-Geschichte Österreichs. Den höchstbezahlten Managern der mehrheitlich uns Steuerzahlern gehörenden Energieversorger wurde nämlich bislang nicht aufgetragen, ihren Eigentümern günstigsten Strom zu liefern. Jetzt will Messias-Kanzler Stocker auf einmal etwas richten, zu dem es schon aufgrund der Eigentumsverhältnisse nie hätte kommen dürfen. Ich glaub's nicht!
Reinhard Bimashofer
Aufgeblähter Bürokratismus
Ab einer gewissen Größe ist ein bürokratisch aufgeblähter Apparat nicht mehr in der Lage, seine eigentliche Aufgabe zu erfüllen. Er ist voll damit beschäftigt, sich selbst zu verwalten.
August Riegler
Asyl
Abschiebungen von Asylbewerbern mit Linien- oder Charterflügen verursachen erhebliche Kosten. Das ergab im Jahr 2024 insgesamt einen Aufwand von 3,4 Millionen Euro. Im Jahr 2019 sogar 7,9 Millionen. Grundsätzlich muss der Abzuschiebende dafür aufkommen. In der Praxis letztendlich die öffentliche Hand, also der österreichische Steuerzahler. Da sich diese Menschen im christlichen Abendland Österreich nicht wohlfühlen und Straftaten gegen unsere Gesetze und Sitten verüben, wäre es doch angebracht, dass die österreichische Regierung mit den Machthabern des Ursprungslandes, aus denen die Asylbewerber stammen, Kontakt aufnimmt, damit diese ihre Landsleute wieder in ihr vertrautes Ursprungsland heimholen. Die paar Millionen Euro an Rückflugkosten sollten es den Glaubensbrüdern in den jeweiligen Heimatländern wohl allemal wert sein.
Haribert Isepp
Senioren im Jammertal
Ressortleiterin Dr. Eva Greil-Schähs trifft ins Schwarze: „Wer ein gewisses Alter erreicht hat, dem fällt in Gesprächen ein Hang zu medizinischen Themen auf.“ Die Kolumnistin beliebt zu untertreiben. Tatsache: Bei der jährlichen Anzahl von Arztkontakten sind wir im EU-Vergleich ganz vorne, bei den Konsultationen von Spezialisten sogar Weltmeister. Wir Österreicher tragen unsere altersbedingten Veränderungen stolz vor uns her. Gesprächsrunden von Senioren münden ganz schnell im Aufzählen der eigenen Beschwerden und aller durchgemachten Eingriffe. Wer nicht über chronische Kreuzschmerzen jammert, verkommt zum Außenseiter. Beschwerdefrei zu sein, ist pfui! Meine Empfehlung an Senioren: Gleich am Beginn eines Treffens festlegen: „Bitte heute keine Gespräche über Krankheiten!“
Dr. Wolfgang Geppert
Transparenz?
Als ich im Internet gelesen habe, dass sich Bund und Länder auf absolute Transparenz geeinigt haben, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
Johann Janosik
Falsches Sparen
Der Schuldenanstieg in den Bundesländern ist dramatisch, und Wien ist auch hier Spitzenreiter. Als Reaktion darauf sollen in der Bundeshauptstadt trotz Misere im Gesundheitssystem und Gefährdung der Versorgungslage 800 Spitalsbetten gestrichen und die Inbetriebnahme der U5 bzw. die Verlängerung der U2 um mehrere Jahre verzögert werden, obwohl die Bevölkerung wächst und der öffentliche Verkehr schon aktuell überstrapaziert ist. Sparen auf Staats- und Kommunalebene ist zwar das Gebot der Stunde, aber nicht an völlig falschen Stellen.
Mag. Martin Behrens

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