17.10.2002 13:55 |

"Integral"

Auf der Suche nach Schwarzen Löchern!

Um die Existenz von Schwarzen Löchern zu beweisen und eines davon in der Milchstraße zu erforschen, ist der europäische Satellit "Integral" am Donnerstag ins All gestartet.
Die russische Proton-Rakete hob am frühenMorgen vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Nach etwaeineinhalb Stunden wurde der Satellit im Weltraum ausgesetzt.Das Forschungsprojekt der Europäischen Weltraumagentur (ESA)kostet rund 330 Millionen Euro.
 
152.000 Kilometer über der Erde
Die Rakete brachte den Satelliten in eine elliptischeUmlaufbahn in einer Entfernung zwischen 9000 und 152.000 Kilometernvon der Erde. Für einen Umlauf benötigt der Satellit72 Stunden. Das europäische Kontrollzentrum (ESOC) in Darmstadtübernimmt in den kommenden Jahren die Kontrolle von "Integral"(INTErnational Gamma Ray Astrophysics Laboratory). Rund 300 Forscherauf der ganzen Welt haben Vorschläge eingereicht, was siemit Hilfe des Satelliten beobachten wollen.
 
Rückschlüsse auf die Entstehungunseres Blauen Planeten
"Integral" soll u.a. Beweise für ein SchwarzesLoch im der Zentrum der Milchstraße liefern, einen verloschenenStern, der die Materie in seinem Umfeld ansaugt. Schwarze Löchererkennt man daran, dass um sie herum große Wolken Antimaterieentstehen, die hell leuchtende Gamma-Strahlen aussenden. Der Satellitsoll mit Hilfe eines Spektrometers solche Energiequellen aufspüren.Diese Forschung lässt möglicherweise Rückschlüsseauf die Entstehung unserer Welt zu, erklärt MissionsleiterMichael Schmidt.
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