„Reihenhäuser in Traumlage über der Nebelgrenze im Mühlviertel oberhalb von Linz“ – für Immobilienmakler ein Traum. Doch offenbar wurde das Projekt für einen Bauträger zum Albtraum, denn die bereits fünf gebauten Häuser kommen unter den Hammer, ebenso zwei Bauparzellen, die noch unbebaut sind. Der Bürgermeister hofft, dass der „Schandfleck“ nun beseitigt wird.
Wer braucht fünf Reihen- bzw. Doppelhäuser im Rohbau und zwei noch unbebaute Bauparzellen? Der sollte sich am 14. Jänner im Bezirksgericht Urfahr in Oberösterreich einfinden. Denn dort kommt eine ganze Reihenhaussiedlung unter den Hammer, die „in Bestlage“ im Süden von Kirchschlag zum Teil errichtet worden ist.
„Zweiten Winter steht Bau still“
„Jetzt steht dort schon den zweiten Winter der Bau still“, sagt Bürgermeister Günter Kaiser, der bereits mehrmals beim Bauträger in Ansfelden nachgefragt hat, „wie es ausschaut. Doch ich bekam immer nur ausweichende Aussagen, mit denen ich nichts anfangen konnte.“ Nun setzte die Raiffeisenbank Gramastetten, die im Grundbuch steht und das Pfandrecht hat, die Zwangsversteigerung durch.
Vom Traumhaus zum Schandfleck
Die fünf bereits errichteten Häuser werden zum Ausrufungspreis – die Hälfte des Schätzwertes – von 525.000 Euro feilgeboten, die beiden zusammenhängenden, noch leeren Parzellen um 207.000 Euro. Diese können aber auch einzeln erstanden werden. „Ich hoffe, dass die Versteigerung erfolgreich ist und rasch weitergebaut wird“, sagt der Bürgermeister. Denn die Baustelle am Nobisweg verwildert zusehends, und aus den Traumhäusern wird ein Schandfleck.
Bauzwang besteht
Auf den beiden noch leeren Parzellen besteht übrigens Bauzwang. Der Bauträger der Siedlung, der über keinen Internetauftritt verfügt, gehört laut Creditforum zwei Privatpersonen und wird von einem Geschäftsführer betrieben.
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