In Wien sorgt derzeit der Fall einer neunköpfigen Familie aus Syrien für Aufregung, welche (inklusive Mietbeihilfe) knapp 4600 Euro Mindestsicherung im Monat erhalten soll. Ist das gerecht? krone.tv hat sich in Wien umgehört.
„Das finde ich nicht okay. Jeder sollte seine Arbeit dazu beitragen“, sagt Kindergärtnerin Fatma U. „Meine Sozialleistungen gehen an sie weiter und sie tragen selbst nichts dazu bei. Das ist Abzockerei, das finde ich nicht fair.“
Pensionistin Elisabeth P. sieht das deutlich anders. Mit sieben Kindern werde man das Geld wohl brauchen. Eine weitere Stimme dafür kommt von Timo A.: „Im ersten Moment hört sich das ungerecht an. Aber ich glaube, man muss das große Ganze sehen.“
Pensionistin Gertrude A. erklärt wiederum, dass sie 4600 Euro an Sozialleistungen nicht richtig findet: „Ich habe fast 50 Jahre gearbeitet und bekomme 1000 Euro und ein bisschen etwas. Und ich habe auch ein Haus und ein Auto und muss alles erhalten, aber keiner hilft dir da.“
„Das klingt natürlich schon erschreckend viel“, erzählt uns Rechtsanwalt Florian W. „Also ich glaube, das Problem ist, wir können schon Leute hierher einladen, aber irgendwann muss man sich auch überlegen, wie viele wir noch schaffen und wie viel wir uns leisten können.“
Das ist das System, das falsch sei – den Personen könne man keine Schuld geben, findet Michael V.
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