Mo, 20. August 2018

Schlechtes Joboffert

25.10.2007 23:55

Bewaffneter Arbeitsloser stürmt AMS-Büro

Panik im Arbeitsmarktservice in Wien-Floridsdorf: Weil er sich über seine Jobangebote und die Streichung von Bezügen ärgerte, stürmte ein arbeitsloser Wiener das Büro seines AMS-Beraters und bedrohte ihn mit einer Waffe. Das geschockte Opfer sperrte sich in seinem Büro ein, der Pistolenmann flüchtete - Großeinsatz der Polizei.

Mitten in einem normalen Beratungsgespräch im AMS Floridsdorf geriet der 46-jährige außer Rand und Band. Der im Amt bestens bekannte Wiener war mit dem Jobvorschlag seines Betreuers nicht einverstanden. Außerdem sollten ihm Bezüge und Schulungen gestrichen werden. „Darauf bat ihn unser Mitarbeiter, sich zu beruhigen und kurz in den voll besetzten Warteraum zu gehen“, so Dr. Susanne Rauscher vom Wiener Arbeitsmarktservice.

Doch Sekunden später trat der erboste „Kunde“ die Tür des Betreuers ein und bedrohte ihn mit einer Pistole. Der „Pistolenmann“ blieb aber nicht lange, rannte plötzlich aus dem Zimmer. Der Berater verbarrikadierte sich daraufhin in seinem Büro und alarmierte die Polizei.

Ein Großaufgebot an schwer bewaffneten Einsatzkräften des Spezialkommandos WEGA durchkämmte darauf das gesamte Gebäude, da befürchtet wurde, dass sich der Wiener in dem Haus verschanzen oder auch eine Geisel nehmen könnte. „Auf einmal krachte es bei uns im Zimmer, und Uniformierte in Kampfanzügen standen mit gezückter Pistole vor mir“, so ein AMS-Mitarbeiter zur „Krone“.

Doch zu diesem Zeitpunkt war der 46-Jährige bereits auf dem Weg in seine Wohnung. „Nachdem die Adresse bekannt war, schickten wir sofort mehrere Einsatzwägen dorthin“, so ein Offizier vom Stadtpolizeikommando Floridsdorf. Die Beamten sahen, wie der Verdächtige - einer von 66.674 gemeldeten Wiener Arbeitslosen - in sein Auto stieg und davonfuhr. Sie überwältigten ihn bei einer roten Ampel und stellten die Gaspistole sicher. Zu Hause in seiner Wohnung hortete der Mann des weiteren noch ein Jagdgewehr. Er wurde angezeigt. Wegen seiner "psychischen Probleme" brachten die Beamten den 46-Jährigen in ein geeignetes Spital.

Von Florian Hitz und Erich Schönauer, KronenZeitung und Krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.