09.06.2003 15:24 |

Weltweit 780 Tote

Wieder zwei neue Sars-Opfer in Kanada

Die Lungenkrankheit Sars hat in der kanadischen Millionenmetropole Toronto zwei weitere Menschenleben gefordert. Eine 66 Jahre alte Frau und ein 63-jähriger Mann seien der Krankheit erlegen, berichtete der Sender BBC am Montag.
Weltweit sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation(WHO) schon mehr als 780 Menschen an Sars gestorben und 8400 erkrankt.
 
Die Europäische Union will den Kampf gegenSars verstärken. Geplant sind der Ausbau eines Informationsnetzwerkes,das die Zusammenarbeit der Staaten verbessern soll sowie die Einführungeinheitlicher Sicherheitsstandards für Fluggesellschaften.
 
Dennoch: Für Europa liegt zur Zeit "keine akuteBedrohung durch die Lungenseuche" vor. Die Entwicklung in Asienlasse jedoch befürchten, dass Sars sich etablieren und zueinem dauerhaften Problem weltweit werden könne.
 
In Kanada stieg die Zahl der Toten auf 33. 21 Sars-Patientenbefänden sich "in kritischem Zustand" in Krankenhäusern.Aus Südchina und Hongkong wurden jeweils ein Sars-Toter gemeldet.In Singapur wurden unterdessen tägliche Temperaturmessungenfür alle Arbeiter auf Baustellung und in Fabriken vorgeschrieben.
 
Fiebermessen allerorts
In der stark betroffenen chinesischen HauptstadtPeking wird in Kaufhäusern oder in Wohnblocks am Einganghäufig kurz Fieber gemessen. Die meisten Kinos, Discotheken,Karaokebars und auch Büchereien in Peking dürfen dieseWoche wieder aufmachen, müssen ihren Besuchern aber aucherst die Temperatur messen.
 
Harte Strafen für Ungehorsam
Peking meldete am Montag den zweiten Tag in Folgeweder neue Erkrankungen noch Verdachtsfälle. Nach gewalttätigenUnruhen in China gegen eine geplante Quarantäne-Einrichtungin Chengde nördlich von Peking wurden 13 Teilnehmer zu Gefängniszwischen sechs Monaten und sechs Jahren verurteilt, wie der ChinaNews Service berichtete.
Donnerstag, 13. Mai 2021
Wetter Symbol