Deutlicher Sieg
Sarkozy gewinnt Präsidentschaftswahl
Wie das Innenministerium in Paris am Montagmorgen weiter mitteilte, berücksichtigen diese Angaben auch Stimmen der Auslandsfranzosen. Die Wahlbeteiligung lag bei 83,97 Prozent.
Demos in ganz Frankreich
Während auf dem Pariser Concorde-Platz etwa 30.000 Anhänger mit einem "großen Volksfest" Sarkozy feierten, antworteten tausende seiner Gegner in Paris, Pariser Vorstädten, Nancy, Lyon, Metz, Bordeaux, Mülhausen, Nantes, Lille, Toulouse und Marseille mit gewalttätigen Demonstrationen. Dabei wurden Dutzende Autos und Müllcontainer angesteckt sowie Schaufensterscheiben zertrümmert. Die befürchteten schweren Krawalle blieben aber aus. Die Polizei sprach von einer angespannten Lage in den Pariser Vorstädten.
Unmittelbar nach Bekanntgabe der Niederlage Royals brach innerhalb der sozialistischen Partei ein Machtstreit aus. Die Rivalen Royals im Rennen um die Einsetzung als PS-Präsidentschaftskandidaten, Ex- Premier Fabius und Ex-Wirtschaftsminister Strauss-Kahn, machten bereits am Sonntagabend die politische Linie ihrer Kandidatin für die harte Niederlage verantwortlich. Der Nationalrat der Partei soll sich bis spätestens Samstag versammeln, um über die künftige Strategie der Sozialisten, insbesondere im Hinblick auf die Parlamentswahlen vom 10. und 17. Juni, zu entscheiden.
Die Welt gratuliert
Der nach zwölf Jahren scheidende Präsident Chirac beglückwünschte seinen Nachfolger und langjährigen innerparteilichen Rivalen zu seinem Wahlerfolg. US-Präsident Bush überbrachte dem Sieger telefonisch seine Glückwünsche. Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Köhler gratulierten Sarkozy. Unter ihm werde "die bewährte deutsch-französische Freundschaft auch weiterhin die Grundlage sein, um Frieden, Demokratie und Wohlstand in Europa dauerhaft zu sichern", erklärte Merkel am Abend in Berlin.
Aus Österreich gratulierten ÖVP-Bundesparteiobmann Molterer und BZÖ-Chef Klubobmann Westenthaler dem Wahlsieger.







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