28.03.2007 16:45 |

Krawalle in Paris

Jugendbanden liefern sich Kämpfe mit der Polizei

Mit Tränengas ist die Pariser Polizei in der Metrostation Gare du Nord am Dienstagabend gegen Jugendbanden vorgegangen, die dort Geschäfte plünderten und Fensterscheiben einwarfen. Auslöser der Zusammenstöße war offenbar ein Streit bei der Kontrolle eines Schwarzfahrers. Die Metrostation wurde für mehrere Stunden geschlossen, neun Personen wurden nach Polizeiangaben festgenommen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung waren etwa 100 Menschen an den Ausschreitungen beteiligt, hunderte Schaulustige versammelten sich am Gare du Nord. Die Jugendlichen schleuderten Mistkübel und andere Gegenstände auf die Polizisten und setzten einen Informationsstand in Brand.

Einige waren mit Metallstangen bewaffnet und schlugen gegen Getränkeautomaten und Schaufenster. Mehrere Mistkübel gingen in Flammen auf. Die Polizei ging mit Tränengas und Hunden gegen die Randalierer vor. Eine Frau musste von Rettungskräften versorgt werden.

Die Auseinandersetzung habe begonnen, als ein Mann ohne Fahrkarte während einer Überprüfung zwei Kontrollore geschlagen habe, erklärte ein Sprecher der Pariser Verkehrsbetriebe RATP. Daraufhin hätten auch Jugendliche zunächst die Kontrollore angegriffen und dann hinzueilende Polizisten. Kontrollore und Polizisten seien von Projektilen getroffen worden, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Force Ouvriere. Einige Jugendliche wiesen diese Darstellung zurück. Vielmehr habe ein Polizist einen Jugendlichen afrikanischer Abstammung grob behandelt.